Last day of June - Taschentücher Ahoi!



  • Mit Last day of June hat 505 Games und Ovosonico ein wirklich wundervolles spiel geschaffen. Das Spiel basiert auf einen Song Text von Steven Wilson: "Drive Home"



    Ohne Umschweife fallen wir vom Startbildschirm direkt ins Intro des Spiels, ohne wirklich genau zu wissen, was wir machen müssen. Die Liebevoll anders gestalteten Charaktere sprechen mit uns in dem sie “Laute” von sich geben und mit ihrer Gestik.




    Wir werden eingeladen uns unsere Umwelt genauestens anzuschauen und auch auf manche Kleinigkeiten zu achten.



    Es ist ein lauer Herbstabend und die Sonne geht gerade unter. Die Protagonisten sitzen am Seeufer und genießen verliebt diesen Abend. Als ein Unwetter aufkommt nehmen die Dinge ihren Lauf.



    Diese Harmonie, diese unglaubliche Liebesidylle wird von einem Schicksalsschlag zerstört, wie er grauenhafter nicht sein könnte.



    Der Entwickler lässt uns teilhaben an unsäglicher Trauer, Wut und Verzweiflung nach so einem Schicksalsschlag. Wie sich das Leben um 180 Grad dreht und wie wir uns eigentlich aufgegeben haben. Nur der Wunsch alles ungeschehen zu machen hält uns am Leben.



    Es ist Dunkel und wir sind allein, als wir wieder aufwachen. War alles nur ein Traum?


    Wir erkunden das dunkle nun unfreundliche Haus. Alles was einen an die wundervolle Vergangenheit erinnert hat wurde weggeräumt. Wir haben Hunger … Die Dosensuppe, das Essen von dem wir uns seitdem Tag ernähren, will einfach nicht aufgehen. Wo war der Dosenöffner? … im Alten Maleratelier


    Auf der Suche nach dem Öffner finden wir ein Bild welches uns in unsere Erinnerungen eintauchen lässt.

    Hier verstehen wir, das alles was passiert ist, eine Verkettung von Ereignissen im Vorfeld ist. Dass mehrere Personen an diesem Unglück “mitschuld” sind, weil sie so gehandelt haben, wie sie es taten.


     


    Wenn wir doch nur die ZEIT zurückdrehen könnten.


    Hier fängt das Spiel richtig an. Wir reisen in unsere Erinnerungen und Statuetten zeigen unser Leben nochmal. Die Höhen und Tiefen und wie alles kam, so wie es kam.


      


    Die Schlüssel, zu den Vergangenheiten der Personen, die an diesem Unglück indirekt mitgewirkt haben finden wir hier. Jetzt liegt es an uns durch kombinieren der Ereignisse und ändern der Abläufe dieses Unglück zu verhindern.




    Wir reisen in die Köpfe von 4 Dorfbewohnern und versuchen deren Handeln so zu beeinflussen, dass es am Ende für alle gut ausgeht.

    Hier sind Logische Schlussfolgerung und ein bisschen Rätsellust gefragt und nur weil im ersten Moment ein Schicksal schlecht aussieht, heißt es nicht dass es so bleiben muss. Vielleicht müssen wir eine Handlung eines anderen Anpassen, damit es anders verläuft.


    Viele Möglichkeiten, viel rumprobieren bis zum gewünschten Ziel sind erforderlich.

    Aber wir verstehen immer weiter. Wir verstehen, dass Manche Schicksale nicht zu ändern sind, weil diese so vorgegeben sind. Egal wie sehr wir uns dagegen wehren wollen.


    Oder doch nicht?




    Last Day of June berührte mich mitten im Herzen. Ich wollte unbedingt diesen Schicksalsschlag verhindern. Doch ständig taten sich neue Abgründe auf. Es riss mich mit und man fühlt richtig mit dem Protagonisten. Seine Wut, seine Trauer. Wir werden abgeholt und eingeladen mit zu fühlen.



    Dieses Spiel ist mit seiner gut 2-3 stündigen Spielzeit wirklich kurz. Aber jede Minute ist es wert.


    Ich hoffe, dass wir von diesem Entwickler mehr zu sehen bekommen werden.


    (Anmerkung: Ich habe hier wirklich nur Screenshots vom Anfang veröffentlicht um niemanden zu spoilern. Jeder soll dieses Spiel richtig mitfühlen können und genau so mitfiebern und mit leiden können, wie ich es getan habe. Ihr sollt selbst die Zusammenhänge rausfinden und verstehen. Ich hoffe ich habe nicht gespoilert und ihr habt Lust auf dieses Spiel bekommen!)

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