Star Wars Jedi: Fallen Order

  • Aber es braucht Schauspieler, die die Bösen mit Freude und Überzeugung spielen, wenn man eine Geschichte gut erzählen will.

    Thats it.


    Außerdem ist es ein Spiel. In einem Spiel, spiele ich gerne mal eine Rolle, die entfernt von der realität ist. Die mich mal was anderes machen lässt, als das was ich in der Realität sowieso schon den ganzen Tag mache, denke und wovon ich überzeugt bin.


    Ich kann reales und fiktionales recht gut trennen.

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    "For 200 years, we have battled the Vanduul
    Im here to tell you - that WE ARE IN WAR!"


    UEE Admiral Ernst Bishop at the Senat Speech after the Vanduul attack on Vega II

  • Thats it.


    Außerdem ist es ein Spiel. In einem Spiel, spiele ich gerne mal eine Rolle, die entfernt von der realität ist. Die mich mal was anderes machen lässt, als das was ich in der Realität sowieso schon den ganzen Tag mache, denke und wovon ich überzeugt bin.


    Ich kann reales und fiktionales recht gut trennen.

    Ähhh? Du glaubst in der Realität also an die Macht und rettest lichtschwertschwingend die Galaxie? :hmm:


    Kannst du mich da mal mitnehmen, das möcht ich mir mal angucken 8)

  • Ich hab mal im Pen&Paper versucht, eine Imperiale Kampagne zu spielen. Die Spieler haben völlig versagt, sie konnten einfach nicht wirklich böse sein :spiteful:

    Der Fehler liegt in der falschen Vorstellung was das Imperium ist. Es ist nicht böse weil es böse sein möchte (wir sind ja nicht bei D&D). Es ist böse weil seine Wahl der Mittel um sein Ziel, Ordnung zu erreichen, eher von zweifelhafter Natur sind.

    Aber niemand kann anzweifeln, wenn man ein aufständischer Planet oder Volk ausradiert, das damit die Ordnung wieder ein Schritt weiter voran gegangen ist.


    Aber fürs spielerische, wenn quasi unbegrenzt Ressourcen vorhanden sind (wie war das, die Rebellion brauchte Monate um sich für den Eisplaneten Hoth richtig auszurüsten und dann kommt das Imperium mit seinen perfekt ausgerüsteten Snowtroopern mal eben vorbei?) ist die Herausforderung für die Spieler nicht grade hoch. Eher bräuchte man sowas wie die Unerforschte Region, vieleicht 5 Schiffe und den Auftrag des Imperators, da für Ordnung zu sorgen (hmm, einen auf Thrawn machen?).


    Ähhh? Du glaubst in der Realität also an die Macht und rettest lichtschwertschwingend die Galaxie? :hmm:


    Kannst du mich da mal mitnehmen, das möcht ich mir mal angucken 8)

    Schlagwort: Jediismus, in Australien sind es über 70.000 Anhänger.

  • Aber niemand kann anzweifeln, wenn man ein aufständischer Planet oder Volk ausradiert, das damit die Ordnung wieder ein Schritt weiter voran gegangen ist.

    Doch, das bezweifel ich. Umso radikaler die Mittel umso mehr Unzufriedenheit und Aufstand wird geschürt. Das Imperium erreicht mit der Vernichtung Alderaan ja auch nicht die Befriedung, sondern schürt die Entschlossenheit der Rebellen.

  • Doch, das bezweifel ich. Umso radikaler die Mittel umso mehr Unzufriedenheit und Aufstand wird geschürt. Das Imperium erreicht mit der Vernichtung Alderaan ja auch nicht die Befriedung, sondern schürt die Entschlossenheit der Rebellen.

    Ja, weil das Imperium nach Alderaan keinen weiteren Planeten mehr zerstören konnte.

    Wie wäre es gewesen wenn die gesamte Macht der Rebellion bei Yavin 4 vom Todesstern ausgelöscht worden wäre? Wenn dann der nächste Planet, wo es Aufstände gab, zerplatzt wäre? Irgendwann wäre der Punkt erreicht wo die Leute zumindest für die nächsten paar Jahrzehnte keine Rebellion mehr geplant hätten. Es ist ja nicht so als ob man nur genügend Fußtruppen umbringen müßte um das Imperium zum Rückzug zu zwingen, dem Todesstern juckt es nicht ob irgendwelche Fußtruppen einen Planeten befreit haben oder nicht, er bleibt einfach ausserhalb ihrer Reichweite.

  • Der Fehler liegt in der falschen Vorstellung was das Imperium ist. Es ist nicht böse weil es böse sein möchte (wir sind ja nicht bei D&D). Es ist böse weil seine Wahl der Mittel um sein Ziel, Ordnung zu erreichen, eher von zweifelhafter Natur sind.

    Aber niemand kann anzweifeln, wenn man ein aufständischer Planet oder Volk ausradiert, das damit die Ordnung wieder ein Schritt weiter voran gegangen ist.

    Ja, man kann auch das dritte Reich als tolle Erfindung propagieren, nur die Mittel waren halt ein bisserl blöd gewählt :dash:

  • Ja, man kann auch das dritte Reich als tolle Erfindung propagieren, nur die Mittel waren halt ein bisserl blöd gewählt :dash:

    Das ultimative Totschlagargument.

    Immer wieder praktisch wenn man nicht weiter weiß und sein Gegenüber in eine Verteidigungshaltung zwingen möchte.

    Weshalb du jetzt sofort das 3. Reich zückst ist mir schleierhaft, ich würde eher was aktuelleres wählen wie Nordkorea oder China. Die beiden Länder haben da den Vorteil das wir in genau dieser Zeit leben wo es geschieht und wir es nicht nur aus Erzählungen von Überlebenden kennen.

  • Das ultimative Totschlagargument.

    Immer wieder praktisch wenn man nicht weiter weiß und sein Gegenüber in eine Verteidigungshaltung zwingen möchte.

    Weshalb du jetzt sofort das 3. Reich zückst ist mir schleierhaft, ich würde eher was aktuelleres wählen wie Nordkorea oder China. Die beiden Länder haben da den Vorteil das wir in genau dieser Zeit leben wo es geschieht und wir es nicht nur aus Erzählungen von Überlebenden kennen.

    Ah, ich weiß nicht mehr weiter, schön dass du mir das erklärst, hätte ich so gar nicht bemerkt. Das dritte Reich bietet sich hier als Vergleich einfach an. Was daran jetzt ein Totschlagargument sein soll, erschließt sich mir auch nicht, aber du kannst gerne die Unterschiede zwischen beiden skizzieren.


    Weder China noch Nordkorea führen oder haben einen Vernichtungskrieg geführt oder geben sich übermäßig rassistisch und sind daher ihrerseits völlig unpassend für einen Vergleich.


    Und das Imperium ist böse, weil es böse sein soll und sein will. Das ist genau die Strategie, die der Imperator und die Sith ganz allgemein verfolgen. Das bedeutet nicht, dass jeder Einzelne, der dort mitwirkt, abgrundtief böse ist, aber das macht das große Ganze nicht besser.

  • Komisch, die beiden Handbücher "Imperiale Streitkräfte" mit der Tarkin-Doktrin und das "Buch der Sith" sprechen von Ordnung und nicht von "wir wollen böse sein weil das ist cool".

    Das das Imperium mit Mittel herrscht welche wir als böse ansehen bezweifel ich absolut nicht, beachte aber den Unterschied: Nicht böse weil böse sein wollen sondern böse aus der Wahl der Mittel.

    Nordkorea/China sind nicht böse weil sie böse sein wollen sondern weil ihre Form der Kontrolle bedeutet, das das eigene Volk unterdrückt und gegebenfalls erschossen wird. Und stimmt, wer muss einen Vernichtungskrieg führen wenn der chinesische Bürgerkrieg (der wo es um dem Kommunismus ging) nur 3-5 Millionen Chinesen das Leben gekostet hatte..


    Und der Unterschied Imperium vs Drittes Reich:

    Das 3. Reich hatte als Gründungsideologie zB. den Rassenkampf sehr weit oben stehen gehabt. Es war kein Nebenprodukt sondern ein Kernthema.

    Das Imperium hatte als Gründungsideologie zuerst die Unordnung und Ineffizienz des Senates (und natürlich der Wille zur Macht und Vernichtung der Jedi). Aber es ging nicht primär um die Auslöschung von möglichst vielen anderen Völkern.

    Das am Ende beide auf ein übergroßes Militär, auf Sklaverei, Ausrottung Andersdenkene... gesetzt haben.. naja, sowas ist der augenscheinlich einfachere Weg zur Kontrolle über der Bevölkerung.


    Was das Totschlagargument angeht, häufig kann man eine Diskussion damit abwürgen indem man sein Gegenüber vorwirft das er ein Nazi sei, eine bei vielen verbreitete Instinktreaktion darauf ist, das sich die Person nun verteidigt weshalb sie kein Nazi sei aber die bisherige Diskussion ist damit hinfällig.

  • Das ultimative Totschlagargument.

    Immer wieder praktisch wenn man nicht weiter weiß und sein Gegenüber in eine Verteidigungshaltung zwingen möchte.

    Weshalb du jetzt sofort das 3. Reich zückst ist mir schleierhaft, ich würde eher was aktuelleres wählen wie Nordkorea oder China. Die beiden Länder haben da den Vorteil das wir in genau dieser Zeit leben wo es geschieht und wir es nicht nur aus Erzählungen von Überlebenden kennen.

    Streng genommen bedient sich Star Wars mit der Darstellung des Imperiums / Erste Ordnung am 3. Reich. Der Vergleich ist nicht weit her geholt.


    Das das Imperium mit Mittel herrscht welche wir als böse ansehen bezweifel ich absolut nicht, beachte aber den Unterschied: Nicht böse weil böse sein wollen sondern böse aus der Wahl der Mittel.

    Da stimme ich dir teilweise zu. Das Imperium ist nicht böse, weil "Ich will böse sein" (so wie Kylo Ren), sondern es ist böse durch die gewählten Methoden.

    Gleichwohl ist es bewusst rassistisch gegenüber allen Nichtmenschen. Das kommt z.B. gut aus den beiden neuen Thrawn-Büchern raus.


    Was das Totschlagargument angeht, häufig kann man eine Diskussion damit abwürgen indem man sein Gegenüber vorwirft das er ein Nazi sei, eine bei vielen verbreitete Instinktreaktion darauf ist, das sich die Person nun verteidigt weshalb sie kein Nazi sei aber die bisherige Diskussion ist damit hinfällig.

    Ich glaube, du und Dragondeal lest noch mal langsam eure gegenseitigen Post. Weder verstehe ich dich, AngeliAter als Nazi oder Sympathisant, sondern du beschreibst das Imperium welches das falsche Mittel einsetzt, aber verständliche Ziele hat. Dragondeal wollte klarstellen, dass die Mittel zwingend zum Zweck gehören und man das Imperium genauso wenig idealisieren sollte, wie das 3. Reich, da es in vielen Dingen ähnlich ist. Weder bist du (hoffentlich) ein Nazi, noch bezichtigt dich Dragondeal als einen.


    Im Kern sind wir drei einer Meinung: Das Imperium hat ein nachvollziehbares Oberziel (Ordnung), wählt dazu aber die falschen Mittel.

    Im Kern ist es als diktatorisches und rassistisches Regime nicht gut, sondern gehört in der zwischen EPIII und EPVI gezeigten Form abgeschafft.


    Dank der mutigen Rebellenallianz wurde das ja glücklicherweise auch geschafft!

    Wenn ihr euch für die Politik der Neuen Republik nach der Schlacht von Endor interessiert, empfehle ich euch folgendes Buch: https://www.starwars-union.de/…audia-Gray/3-8332-3354-0/. Hier geht es auch ein Stück weit darum, wie das Imperium und dessen Ziele und Methoden zu werten sind. Zudem ist es das beste "Leia"-Buch!

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    -"Ich finde die Aussage vage und wenig überzeugend"

    Edited once, last by CRusko ().

  • Was das Totschlagargument angeht, häufig kann man eine Diskussion damit abwürgen indem man sein Gegenüber vorwirft das er ein Nazi sei, eine bei vielen verbreitete Instinktreaktion darauf ist, das sich die Person nun verteidigt weshalb sie kein Nazi sei aber die bisherige Diskussion ist damit hinfällig

    Nur hab ich dir das gar nicht vorgeworfen.

  • waren wir jemals nicht freunde?


    Ich finde es nur gewagt, wenn man die andeutung macht jemand sei Rassist, Nazi oder verquirlter Ideologist nur weil er mal "Böse" sein will.


    Nur weil ich in einem Pen and Paper den morallosen Attentäter Mime der alles und jeden vom Greiß bis zum Kind alles um die Ecke bringt wenn der Preis passt, oder weil ich mal ein Sith spielen will der versucht die Ideologie des Imperators in der Galaxis zu verbreiten, bin ich im realen leben noch lange keiner der Rassismus, Fanatismus oder der gleichen gut heißt.

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    "For 200 years, we have battled the Vanduul
    Im here to tell you - that WE ARE IN WAR!"


    UEE Admiral Ernst Bishop at the Senat Speech after the Vanduul attack on Vega II

  • Komisch, die beiden Handbücher "Imperiale Streitkräfte" mit der Tarkin-Doktrin und das "Buch der Sith" sprechen von Ordnung und nicht von "wir wollen böse sein weil das ist cool".

    Das das Imperium mit Mittel herrscht welche wir als böse ansehen bezweifel ich absolut nicht, beachte aber den Unterschied: Nicht böse weil böse sein wollen sondern böse aus der Wahl der Mittel.

    Kein Land sieht sich als "die Bösen" oder ist böse um des Böse-Sein willens, das funktioniert imho als Unterscheidungsmerkmal nicht.


    Komisch, die beiden Handbücher "Imperiale Streitkräfte" mit der Tarkin-Doktrin und das "Buch der Sith" sprechen von Ordnung und nicht von "wir wollen böse sein weil das ist cool".


    Aus dem (RPG) Imperial Sourcebook:

    "Palpatine promised to eradicate the corruption and social injustice of the previous galactic government. Instead, he gave the people a program thats main goal was to subjugate as many planetary governments in the galaxy as possible for the personal benefit and glory of the Emporer. He reneged his promises to the people and instituted reign of terror and even greater social injustice."


    "While the official stance of the Empire presents itself as an enforcer of law and order, unofficially the doctrine of fear held sway."


    Ordnung als Grundprinzip und Konzept war/ist also nur vorgeschoben. Das tatsächliche Grundprinzip ist Unterdrückung durch Terror und Angst zum persönlichen Vorteil. Das kommt "böse sein wollen" schon ziemlich nahe.


    Daher

    Im Kern sind wir drei einer Meinung: Das Imperium hat ein nachvollziehbares Oberziel (Ordnung), wählt dazu aber die falschen Mittel.

    ziehe ich gerade das in Zweifel. Es dreht sich beim Imperium genau genommen nicht um Ordnung, das ist nur die "Werbebotschaft". Es geht um die Herrschaft der Sith und deren Philosophie beruht auf Angst und Hass. Bestes Beispiel dafür ist eigentlich die Szene, in der der Imperator Vader und Luke, Vater und Sohn, gegeneinander aufhetzt, genau nach diesem Prinzip funktioniert das gesamte Imperium und genau so soll es funktionieren.

  • Screenshots zum Spiel:



    Artworks zum Spiel: