Sind Spiele zu lang?

  • Und mit dieser Angst setzt du dich ja auch wieder unter Druck. Der Druck das Spiel haben zu müssen und zu spielen. Ich hatte das nämlich auch. Angst etwas zu verpassen und dann habe ich die Spiele unter Druck gespielt und das hat mir am Ende den Spaß genommen.


    Und genau das ist das gute beim Zugucken. Wenn es dir gefällt holst du es dir! Stardew Valley, Firewatch, Punchclub hatte ich nur dank Gronkh auf'm Schirm.


    Beim Handy kann ich dich verstehen. So ging es mir auch. Ich wollte das absolut nicht! Aber man muss auch manchen Sachen eine Chance geben und ein Abend ohne Cerche Langfinger bei Exiled Kingdoms wäre für mich mittlerweile unvorstellbar. Auch wenn es nur mal 20 Minuten sind ^^

  • Wie schon gesagt, es gibt Perlen ;) für 4€ habe ich ein super oldschool offline Singleplayer Rollenspiel mit Content bis über 100 Stunden bekommen.


    Mmorpgs sind natürlich Pay2Win und diese fasse ich auch erst gar nicht an.


    Edit: ich glaube da wird zu wenig differenziert. Nicht jedes Moblie Game ist ein Clash of Clan, sowie nicht jeder ossi ein Nati ist ;)

  • SWTOR ist ein gutes Beispiel für ein MMO, was noch vor F2P begann und dann "gut" umgesetzt wurde. Leider wurde nach und nach auch der Schwierigkeitsgrad runtergesetzt, um den Casual Gamer nicht zu verprellen - letztendlich heißt das aber nur, dass man die Story echt genießen kann. Da jede Storyline etwas eigen ist, sind das etliche hundert Stunden Spielspaß. Wenn man sich drauf einlassen kann.

    Aber ja, einige MMO zielen vor allem auf eines an: Zeitverbrennung. Denn darum geht es ja letztendlich im Monetarisierungskonzept: Binde den Spieler, locke ihn evtl. mit guten Angeboten ins Abo - und bringe ihn letztendlich dazu, noch mehr Zeit im Spiel zu verbringen. Darum bin ich nach etlichen Jahrzehnten auch deutlich davon weg, ich kann die "regelmäßigen" Abende nicht mehr garantieren, weswegen der Community-Gedanke beim MMO bei mir völlig abgefallen ist.


    Aber prinzipiell bin ich immer noch Fan von langen Spielen. Ich bin gespannt, wie sich das ändert, sollte ich doch mal sowas wie ne Brut haben. Also, hier, Kinder heißt das heute glaube ich.

  • Ich bin ja relativ unbedarft in Skyrim gestolpert weil ich an dem Tag, wo ich richtig angefangen habe, keine Lust auf meine üblichen Spiele hatte. Momentan erschlägt es mich der Umfang etwas, ich habe noch eine ganze Liste an Neben Quest Aufgaben, der Hauptstrang muss auch noch weiter fortgeführt werden und die Karte mit all ihren Orten hab eich bislang auch nur zu einem Teil erkundet. Das Spiel ist schon ein Brocken den man nicht mal eben in ein paar Tagen durchspielt. Dies ist einerseits toll, anderseits frisst dies natürlich enorm Zeit. Im Moment stört mich da der Umfang etwas, einerseits will ich alles erkunden und entdecken, anderseits möchte ich das Spiel aber auch zu Ende bringen. Mittlerweile bezweifle ich ob ich zum Schluss (am Ende des Spiels) wirklich alles entdeckt und erkundet habe.


    Grundsätzlich ist es aber so dass mich solche Schwergewichte schon interessieren. Wenn ich da richtig innerlich vorbereitet anfange stört mich ein großer Umfang eher weniger. Im Gegenteil, ich begrüße ihn sogar.

  • Bei Skyrim stimme ich dir vollkommen zu. Dieses Spiel kann man ewig Spielen. Ich habe die Hauptstory nicht mal zu Ende gebracht, geschweige denn eines der Addons gespielt obwohl ich schon 200 Stunden darin versenkt habe. Dazu kommt noch das man Skyrim grafisch und spielerisch dermaßen modden kann dass das Modden allein nochmal 10 Stunden oben drauf legt :D. Aber es lohnt sich alle mal! Skyrim mit hochauflösenden Texturen, verbesserten Modellen und Animationen, einem neuem Wettersystem und allerlei Kleinkrams sieht unglaublich aus.




    Fallout 4 ist da schon etwas übersichtlicher, da die Welt kleiner ist (zwar dichter bebaut) aber dort habe ich eher das gefühl mehr fortschritt als in Skyrim zu erzielen, zumal die Handlung dort spannender und stringenter ist.

  • Sind Spiele zu lang? Wasn das für ne Frage? Wie kommt man auf so eine Fragestellung?

    Fragen sich Schachspieler, ob eine Partie zu lange dauert? Oder Kinder, wenn sie einen Turm aus Holzklötzen bauen? Wohl eher nicht!!!

    Woher kommt also dieser Zwang, alles im Leben möglichst schnell abzufrühstücken?

    Ich sehe das auch in diversen letsplays, dass die Spieler durch das game hetzen, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her. Manchmal schon nicht mehr schön anzusehen. Überall dieser Tempo- Wahn. Im Straßenverkehr, auf der Arbeit ... und nun auch im Spiel? Warum nimmt man sich nicht wenigstens für Hobby und Freizeit etwas Zeit und Muße. Oder ist die Gesellschaft schon so abgestumpft, das sie ständig was Neues braucht? Gehts etwa darum?

    Ich verstehe sowas nicht. Vielleicht bin ich auch zu alt - ein Zocker- Opa. Auch meine Freizeit ist begrenzt. Meine Firma führt sich nicht von allein und man hat ja auch Familie und andere Hobbys. Mit Kingdom come Deliverance habe ich mir über ein halbes Jahr Zeit gelassen. Stronghold und Anno zocke ich schon seit über 10 Jahren. Und es ist nie langweilig geworden. Meine Güte, wie kommt man bloß auf so eine Frage?

    Für die Spieleindustrie sehe ich auch nur Vorteile. Jemand, der sich lange und intensiv mit einem Spiel beschäftigt, wird vielleicht auch den Nachfolgetitel und sämptliche DLCs haben wollen. Sowas nenne ich Kundenbindung.

    Sind Spiele zu lang ... :wtf: Pah, da stelle ich die Gegenfrage: Sind die Spieler zu ungeduldig geworden?

    Gar nicht so abwegig (finde ich) in der heutigen Zeit, wo Leute ihr Smartphone nicht mehr aus der Hand legen aus Angst eine News zu verpassen. Als ich jung war - in der Vor- Computerzeit - hat es Leute gegeben, die aus Streichhölzern den Eifelturm nachgebaut haben. Die haben Jahre dafür gebraucht. Um so etwas in einem normalen Leben mit Beruf und Familie unterzubringen, gibt es ein schönes neudeutsches Wort: Zeitmanagement! Das Wort kannte man damals zwar noch nicht, aber man wußte, wie es geht. *lol* ;)