Artikel 17(bekannt als Artikel 13) ... was macht das Spieleheim?

  • Machen wir dann auch 1 Tag „dicht“?

    Fände ich prinzipiell nicht verkehrt, auch wenn es natürlich nicht die große Wirkung hätte und wohl auch kein großes Medienecho hervorrufen würde...

    Obwohl ich mir vorstellen kann, dass es Berichte in der Onlinewelt geben wird, welche Anbieter sich aktiv am Blackout beteiligen. Wenn das Spielerheim dann in der Liste der am Protest beteiligten Seiten aufgeführt wird, wäre das zumindest nicht von Nachteil :kekse:

    Vielleicht gibt es ja auch irgendwo eine organisierte Seite, wo man das Spielerheim als Teilnehmer eintragen kann, damit es von den Berichterstattern registriert wird?

  • Hier mal ein Artikel bei dem sich einem die Fußnägel aufrollen, die Haare ausfallen und das Frühstück wieder hochkommt. <X


    Der umstrittene Artikel 13 sorgt in Wahrheit für mehr Gerechtigkeit

    Die neue EU-Richtlinie 13 ist von zentraler Bedeutung. Denn sie will Klarheit und Fairness für die Künstler schaffen wie für die Nutzer. Wer dieses Modell als „Zensur“ und „Unfreiheit“ diskreditiert, sollte darüber nachdenken, was der Lohn von Arbeit ist.

    Um alles zu lesen einfach auf den Link klicken, lesen aber auf eigene Gefahr. X(

    Ach ja, noch ein kleiner Auszug:


    Wer schon immer mal beobachten wollte, mit welcher Macht milliardenschwere Wirtschaftsmonopole einer Gesellschaft das Gehirn waschen und eine verlogene Debatte aufzwingen können, kann das zurzeit live tun: Es geht um, Sie ahnen es vielleicht schon, die EU-Richtlinie zum Urheberrecht.

    Damit sind wir alle "Zombies" die von milliardenschwere Wirtschaftsmonopolen geleitet werden. Ein Dankeschön an Axel Springer dass Ihr mir die Augen geöffnet habt. :grumble: :dash: :closed:

    Ich werde mich in Zukunft nur noch über die Bildzeitung weiterbilden. :cursing:

    banner_anno1800.png


    Mit Volldampf nach Anno 1800

  • :lol: Das wird ja immer alberner! Man könnte meinen es wäre Fasching.

    Meine Mutter sagte: "Wenn du weiter so viel vorm PC hockst, dann schicke ich dich in's Heim!". Tja, ich habe weiter gezockt und so bin ich im Spielerheim gelandet.

  • ich halte die ganze Angelegenheit ja nach wie vor für einen Aprilscherz!

    Blöd nur, dass das alles schon vor einigen Monaten eingestielt wurde und jetzt umgesetzt werden soll.

    Bleibt also nicht mehr viel Zeit, den Scherz aufzulösen...


    Hallo, Guido Cantz! Wir haben längst erkannt, dass Artikel 13 nur eine großangelegte Kampagne für "Verstehen Sie Spaß" war - Sie können uns jetzt erlösen...

  • Hmmm. Einerseits kann man tatsächlich nur hoffen, dass dieses Gesetz in der jetzigen Form so dann doch nicht kommt, weil es einfach nicht sinnvoll umsetzbar ist. Andererseits muß man schon festhalten, dass es - auch dank Kostenlos-Trend (und da möchte ich mich nicht ausnehmen) - im Bereich Urheberrecht erhebliche Verwerfungen gibt. Und da fehlen mir schlicht dann auch die Gegenvorschläge, wie man das regeln könnte, damit bei den Schaffenden ein fairer Anteil landet.

    Dragondeal-Youtube-Kanal:

    85-bannersmall-jpg


    Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag. (Charlie Chaplin):)

  • Ich nehme mal das Beispiel Musik:

    eine halbwegs bekannte und erfolgreiche Band produziert ein Album und bringt es als CD auf den Markt.

    Jeder Fan dieser Band wird sich diese CD kaufen.

    Auch im Radio oder bei MTV werden Songs aus dem Album gespielt, das generiert dann die Einnahmen für die Künstler.

    Nun stellt jemand (unerlaubt) die Musik ins Netz (z.B. YouTube). Jetzt können viele Leute die Musik kostenlos hören und die Band bekommen keinen Cent.

    Aber ist das wirklich ein Nachteil? Die Leute, welche das Album nur über YouTube konsumieren, hätten es sich sowieso nie legal gekauft! Und wenn sie nun durch das kostenlose Material interesse an der Musik bekommen, werden sie vielleicht zu Fans und kaufen später doch noch die CD...


    Ich weiß, das mag nicht jedem gefallen. Es soll nur ein Beispiel sein, dass nicht jede illegale Veröffentlichung zwangsläufig zum Nachteil eines Künsters werden muss. Er verdient im Endeffekt auch nicht zwingend weniger Geld mit seiner Arbeit, nur weil jemand dieses unerlaubt veröffentlicht. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber im Regelfall dürfte jeder Künstler durch legale Verkäufe seiner Werke genug verdienen, wenn es Abnehmer gibt. Und diese Abnehmerzahl schrumpft nur unwesentlich, wenn sie das Werk als „geklaute“ Ware bekommen kann.


    Was natürlich gar nicht sein darf ist, dass sich der Betreiber der YouTube Seite in irgendeiner Form daran bereichert, wenn er fremdes Eigentum veröffentlicht! Diese Einnahmen müssen zu 100% dem Rechteinhaber zukommen. Von daher finde ich das Prinzip der monetarisierung z.B. auf YouTube mehr als fragwürdig, wo nur nach Abonenten und Klicks bezahlt wird und nicht auf den Inhalt geschaut wird. Da macht ein Filter dann wohl tatsächlich Sinn.

  • Letzteres ist halt genau das Problem, der Uploader verdient, youtube verdient und der Künstler schaut in die Röhre. Wenn der Künstler sein Werk zu Werbezwecken online sehen möchte, lädt er es auch selber hoch (was auch viele tun), aber dann gibt es halt viele, viele, die sich an den Erfolg dranhängen. Es haben sich dummerweise halt auch die Wege der Monetarisierung geändert. Es war schon früher schwierig, mit Alben Geld zu verdienen (Aussage einer halbwegs bekannten Band "... ab 10.000 Exemplaren"), heute dürften es noch viel mehr Clicks und Streams sein, die sich in ihrer Masse zu Geld machen lassen.


    Noch problematischer dürfte es bei anderen Formen sein, z.B. Zeitungen. Wenn Goggle mit seiner Linksammlung bereits einen Großteil der Werbeeinnahmen abschöpft, stehen die Verlagsangebote auf verlorenem Posten, ob sie nun in Papierform oder Online vertrieben werden. Auch das kann auf Dauer nicht gut gehen.


    Es sagt ja letztendlich auch keiner, Google, Youtube und Co dürften kein Geld verdienen, aber momentan greifen sie halt alles ab und tun dann auch noch so, als ginge sie das alles nichts an.

    Dragondeal-Youtube-Kanal:

    85-bannersmall-jpg


    Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag. (Charlie Chaplin):)

  • Deswegen hat youtube die contend id, da kann man sogar einstellen das kein Geld verdient werden kann oder das Geld fliest einem selbst zu. Man muss nur sein Lied hochladen und bei YouTube listen.




    Auch wenn die Politiker die großen Seiten eher im Visier haben, werden am ende die kleinen leiden, weil YouTube ist es egal, die ganze Industrie von Film, Musik undsoweiter sind auf Youtube angewiesen. Deswegen werden die bestimmt relativ einfach an rechten kommen.

    Letzteres ist halt genau das Problem, der Uploader verdient, youtube verdient und der Künstler schaut in die Röhre. Wenn der Künstler sein Werk zu Werbezwecken online sehen möchte, lädt er es auch selber hoch (was auch viele tun), aber dann gibt es halt viele, viele, die sich an den Erfolg dranhängen. Es haben sich dummerweise halt auch die Wege der Monetarisierung geändert. Es war schon früher schwierig, mit Alben Geld zu verdienen (Aussage einer halbwegs bekannten Band "... ab 10.000 Exemplaren"), heute dürften es noch viel mehr Clicks und Streams sein, die sich in ihrer Masse zu Geld machen lassen.


    Noch problematischer dürfte es bei anderen Formen sein, z.B. Zeitungen. Wenn Goggle mit seiner Linksammlung bereits einen Großteil der Werbeeinnahmen abschöpft, stehen die Verlagsangebote auf verlorenem Posten, ob sie nun in Papierform oder Online vertrieben werden. Auch das kann auf Dauer nicht gut gehen.


    Es sagt ja letztendlich auch keiner, Google, Youtube und Co dürften kein Geld verdienen, aber momentan greifen sie halt alles ab und tun dann auch noch so, als ginge sie das alles nichts an.

    Die frage ist ohne google würde man ja nicht mal auf die Webseiten von den Verlagen oder so gehen? Beste beispiel ist das Leistungsgesetz in Deutschland. Eigentlich würden die Verlage geld verdienen wenn google längere texte oder allgemein texte anzeigt. aber nein sie haben google kostenlos die rechte gegeben, sonst würde google nichts mehr anzeigen nur noch die links, aber wer klickt auf nen link wenn er nicht weiß was für ein text da erscheint.



    Am ende gewinnt immer google, egal was für ein gesetzt kommt.

  • Machen wir dann auch 1 Tag „dicht“?

    Ich weiß nicht ob das sinnvoll ist fürs Spielerheim. Bei Wikipedia sehe ich den Sinn darin, dass Millionen von Nutzer die sich mit Artikel 13 noch gar nicht auseiandergesetzt oder vielleicht nicht einmal davon gehört haben, durch den "Shutdown" vielleicht konfrontiert sehen sich damit aueinanderzusetzen. So werden mehr Menschen erreicht die vielleicht dann Begreifen was auf dem Spiel steht.

  • Ich weiß nicht ob das sinnvoll ist fürs Spielerheim. Bei Wikipedia sehe ich den Sinn darin, dass Millionen von Nutzer die sich mit Artikel 13 noch gar nicht auseiandergesetzt oder vielleicht nicht einmal davon gehört haben, durch den "Shutdown" vielleicht konfrontiert sehen sich damit aueinanderzusetzen. So werden mehr Menschen erreicht die vielleicht dann Begreifen was auf dem Spiel steht.

    Deswegen hab ich ja auch geschrieben, dass die Wirkung eher marginal wäre. Es wäre quasi ein symbolischer Akt, der uns höchstens das Gefühl geben würde, aktiv am Protest teilzunehmen. Erreichen würden wir damit nichts, das ist leider klar.

  • Dem kann ich leider nur zustimmen. Schön, dass ein großer Dienstanbieter ein Zeichen setzt. Und trotzdem muss ich mich fragen, welche Interessengruppe diesen Dienst benutzt, um das Zeichen überhaupt wahrzunehmen. Einige Intellektuelle ... oder kiddies, die sich dann ärgern, dass sie die Hausaufgaben nicht mehr so einfach im Net abkupfern können? Ich habe leider, leider genug Leute in meinem Umfeld, die von der Debatte um den Artikel noch gar nichts mitbekommen haben. Und die es wahrscheinlich auch nicht interessiert. Sie nutzen halt andere Plattformen, wo sie ihre Urlaubsbilder oder Partyvideos verbreiten und kommentieren lassen können. Auf die Plattformbetreiber dieser Nutzergruppe zielt das Ganze wahrscheinlich viel eher ab. Das Witzige ist ... ich habe das Gefühl, es melden sich sehr viel mehr Kleinere als Betroffene der Debatte. Da frage ich mich doch unweigerlich: Wissen die überhaupt, worum es eigentlich geht? Mit Urheberrechten ist meiner bescheidenen Meinung nach nicht das Recht der einzelnen Urheber gemeint - sondern das der Rechte- Inhaber. Bei einigen Web- Plattformen gibt man nämlich (per Zustimmung der Nutzungs- bedingungen) einige Rechte ab. Das ist bekannt? Eigentlich schon, oder? Ich glaube die Wahrscheinlichkeit, für sein hochgeladenes Katzenbild einen Obolus zu bekommen, ist auch nach dem geplanten Urheberrechtsansatz nicht besonders hoch. Ach darum gehts gar nicht? Tja dann vielleicht doch um die "Großen", die ungezählte Kreative für sich arbeiten lassen und selbst Rechteinhaber sind? Aber es gibt doch auch eine große Menge freischaffende - Wie will man das auseinander dividieren? DAS ist meiner Meinung nach der eigentliche Knackpunkt. Jetzt, wo das Süppchen fast fertig gekocht ist, fühlt sich der "kleine Mann" bemüßigt, die Europawahl beeinflussen zu wollen. Warum erst jetzt? Hätten auch vorher überlegen können, wo das Kreuzchen zu machen ist. Naja, besser spät als nie. ;)

    (Der Beitrag ist nicht für Allergiker geeignet, denn er kann Spuren von Sarkasmus und Ironie enthalten. )

  • Dazu sei anzumerken das dieser Kompromissvorschlag von Tiem Wölken (SPD Europaabgeordneter) stammt und bei Axel Voss bereits letztes Jahr eingereicht wurde. Wie bei der Ehe für alle stellt sich die CDU wieder hin und tut so als ob sie diesen Kompromiss augearbeitet hätten.


    Ich finde es gut das die Partei einlenkt aber dieser Kompromiss gilt nur für die Nationale Ebene. D.h. der Rest Europas kann getreu der Ursprüunglichen Richtlinie einen Zensurapparat aufbauen. Für Staaten wie Ungarn und Polen ein gefundenes Fressen. Die Forderung bleibt nach wie vor Artikel 11, 12 und 13 zu überarbeiten!

  • Ich finde es gut das die Partei einlenkt aber dieser Kompromiss gilt nur für die Nationale Ebene. D.h. der Rest Europas kann getreu der Ursprüunglichen Richtlinie einen Zensurapparat aufbauen. Für Staaten wie Ungarn und Polen ein gefundenes Fressen. Die Forderung bleibt nach wie vor Artikel 11, 12 und 13 zu überarbeiten!

    Der größte Witz an der Sache ist ja jedes Land wieder die Artikel am ende anderst umsetzen, für ein Medium welches eigentlich keine Landesgrenzen kennt und wer wird schon für die EU Staten 27 verschiedene mechanismen aufbauen für seine Seite?

  • Die CDU ist echt witzig. :pillepalle: Peitschen im EU-Parlament die Urheberrechtsreform durch um sie dann auf nationaler Ebene wieder zu entschärfen? Ich kann nur sagen das denen der Wind hart und kalt ins Gesicht bläst. Warum man aber nicht gleich in der EU diese Reform entschärft und auf vernünftige Beine stellt bleibt mir ein Rätsel.

    banner_anno1800.png


    Mit Volldampf nach Anno 1800

  • Auf so eine Initiative habe ich gehofft.

    Nur, wenn sich die „Kleinen“ zusammentun, kann da ein Kompromiss ausgehandelt werden.

    Foren stellen in meinen Augen sowieso einen Sonderfall dar, werden sie nicht kommerziell betrieben und liegt die Verantwortung der Beiträge letztendlich oft bei einer Einzelperson, die unmöglich alle Inhalte der Nutzer kontrollieren kann.