Revolver- Karle [Spoiler]

  • Howdy, Freunde des Wildwest- Abenteuers. XD

    Sprachausgabe:

    Und wieder ist ein Spiel in meiner Xbox- Bibliothek als Geschenk gelandet, das ich mir selbst nie gekauft hätte. Denn ich boikottiere grundsätzlich und prinzipiell alle Spiele, die ohne deutsche Synchro daher kommen. Die billige Ausrede, der "Slang" diene einer besseren Immersion, halte ich für sehr weit her geholt. Ich bin mir sicher, die Mehrheit deutscher Gamer hat Kingdom come Deliverance nicht auf tschechisch gespielt. Ich behaupte mal ganz provokant, das genaue Gegenteil ist der Fall: Immersionsverlust. Wie sehr mich die Fremdsprache im Spiel beeinträchtigt, habe ich schon im Tutorial bemerkt. Ich bin ein alter Knacker, mein Schulenglisch liegt ein halbes Jahrhundert zurück. Also habe ich die Untertitel eingeschaltet ... und hatte "Spaß". Neben dem Versuch, der Handlung zu folgen und keinen der eingeblendeten Tooltips zu verpassen, mußte ich auch noch recht zügig mitlesen.

    Immersion? Keine. Story? Die habe ich erst begriffen, als ich sie im journal nachlesen durfte.

    Fängt ja schon gut an. Ich merke, wie ich dieses Spiel zu hassen beginne. Aber ich beiß mich da erstmal durch. Soll keiner sagen, ich weiß Geschenke nicht zu würdigen. Ist ja auch nicht gut, wenn das Spiel einfach auf meiner Festplatte verschimmelt. Hab gehört, Schimmel ist nicht gut für Laufwerke.


    Steuerung:

    Ein Steuerdiagramm für den Controller habe ich im Pausenmenü noch nicht gefunden, aber zumindest eine Tabelle zu den allgemeinen Spielmodi. Ich habe ungelogen erstmal 3 Tage nach Steuerbefehlen gegoogelt, ehe ich das Spiel zum ersten Mal gestartet hab. Angeblich findet man im Spiel auch keinen Hinweis zu so banalen Hotkeys wie Schnellspeichern oder Überspringen, das kennen wohl nur die Insider. Das Menü ist sehr umfangreich (löblich), aber unübersichtlich wie ein Stadtplan von Kalkutta. Wenn man etwas sucht, hat man zu tun. Jetzt erklärt sich mir auch, wie manche Leute über 100 Spielstunden zusammen bekommen haben.

    Nun aber zur Steuerung. Die wichtigsten Befehle lernt man im Tutorial. Das ist schonmal tröstlich. Trotzdem, die Steuerung selber ist gelinde gesagt katastrophal. Um einen NPC ansprechen zu können, muß man erst den Trigger ziehen, um diese Funktion überhaupt angezeigt zu bekommen. Eine so überflüssige Funktion habe ich in noch keinem anderen Spiel gesehen.

    Funktions- und Waffenrad läuft konsolenüblich über ein Radialmenü. So weit so gut. Aber hat Railway Empire mit seinem doppelt belegten Radialmenü schon für Aufreger gesorgt, dieses Spiel toppt es mit einer dreifach- Belegung. Ich habe mal die Zeit gestoppt, wie lange es dauert, eine Waffe zu ziehen. Mit Vorauswahl der letztbenutzen Waffe sind es ca. 1,5 sec. Aber ohne Vorauswahl erst durch alle drei Menüringe sind es ca. 3,8 sec. Zudem habe ich bemerkt, dass sich die Dinge im Radialmenü jedesmal anders einsortieren. Wäre schön, wenn mir jemand sagen könnte, ob ich den Gegenständen dort einen festen Zugriffsort zuweisen kann. Ständig diese Sucherei!

    Ein weiteres Ärgernis für mich ist das ausgeblendete Userinterface. Warum bleibt das nicht dauerhaft an? Öffnet sich nur in Städten, bei Schießereien oder wenn ich es mit Pfeiltaste aufrufe mal kurz.


    Gameplay und Grafik:

    Das Spiel läuft erstaunlich gut. Die Konsole wird nicht heiß, es gibt kein Freeze, keine Hänger und bisher keine Bugs. Das hätte ich bei einem Spiel dieser Größe nicht erwartet.

    Die Grafik sieht wirklich hervorragend aus und die Spielwelt ist sehr detailiert.


    Später werde ich hier vielleicht noch meine Abenteuer als Spielbericht anhängen. Wenn also nichts mehr kommt, wißt ihr, dass ich das Spiel endgültig von meiner Platte gebannt habe. 8o

    Playground XBox One S: CPU 8-Core Jaguar 1,75GHz / RAM 8GB DDR3 / GPU 12 CUs (914MHz) 1,23TF / HDD 1TB intern / SSD 5TB extern

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  • Keine Antworten bezüglich Userinterface und Inventarbelegung? Anscheinend haben sich andere Spieler auch bloß durch gewurstelt. Glückwunsch! So mache ich das momentan auch. :lool563:

    Es ist schon extrem nervig, dass Objekte willkürlich im Inventarmenü durcheinander gewürfelt werden. Ich habe zwar noch keine Lösung, wie ich denen einen festen Zugriffsort zuweisen kann ... aber ich arbeite daran. I hope so ...


    Nun gehts aber los! Die Abenteuer von Revolver- Karle


    Tutorial in den Grizzly- Bergen

    Alles beginnt mit ausgiebigen Übungen zur Reitsteuerung. Das macht Sinn in diesem Spiel. Viel englisches Gequatsche, dem ich nicht folgen kann, weil ich mich aufs Drücken der Tasten konzentriere.

    Doch dann gehts gleich in die erste Schießerei. Die Bande lagert vor einem verschneiten Haus. Ich soll unseren Obergangster beschützen, der sich derweil von einer anderen Gang vor der Hütte beleidigen läßt. Ich wühle schonmal vorbeugend im Waffenrad, aber da ist alles gesperrt. Noch! Denn Sekunden später bekomme ich die Freigabe und soll loslegen. Was soll das! Diese Art Bevormundung mag ich nicht! Das Spiel macht es mir nicht einfach, es zu mögen.


    Der erste Gegner steht noch hübsch still , wie inne Schießbude. Den treffe ich eeeeasy. Aber im folgenden Durcheinander ballere ich erwartungsgemäß viele Löcher in die Luft. Bis mir auffällt, die erste Zielansprache erfolgt automatisch. Also Deckung, zielen, bumm. Immer wieder. Es klappt. Der Computer übernimmt. Schießeisen sind scheinbar nicht mein Ding. Ohje, ich werde viel Munition brauchen. :pfeiffen645:


    Knappe, er reiche mir mein Schwert! So ist das, wenn Karle sich die meiste Zeit im virtuellen Mittelalter herum treibt. Man gewöhnt sich an gewisse Annehmlichkeiten. XD Der wilde Westen ist schon recht unzivilisiert.


    Wie auch immer. Nach gewonnenem Kampf lerne ich das Plündern. Etwas umständlich, aber bei weitem nicht so schlimm, wie das Gejammer im Netz vermuten läßt. Und ich bekomme mein erstes eigenes Pferd, das ich aus der Scheune klauen darf. Wobei ich anmerken möchte, dass sich die Gamedesigner bei den Pferden sehr viel Mühe gegeben haben. Wollte das neben meinem Gemecker auch mal lobend erwähnen.


    Colter

    In diesem Behelfslager werden wir geich wieder los geschickt ein verschollenes Bandenmitglied zu suchen. Ich bekomme eine abgesägte Schrotflinte in die Hand gedrückt und mir schwant Übles. Wir finden den Gesuchten von Wölfen verletzt und dürfen uns den Rückweg frei schießen. Ich ballere einfach drauf los, was die Muni hergibt und schaffe es irgendwie. Schön ist anders, aber vielleicht lerne ich ja irgendwann den Umgang mit Schußwaffen.

    Die nächste Mission wartet schon. Ich stolpere mitten hinein - beim Betreten einer Hütte. Auch wieder eine Gameplaytechnik, die mich ärgert, weil ich nicht selbst entscheiden darf, sondern einfach "reingezogen" werde. Es geht zum Ausräuchern des Lagers der O Driscoll- Bande. Auch hier wieder ein wildes Geballer ohne jegliche Strategie. Ich wünsche mir zum ersten Mal ein Scharfschützengewehr und meine Chaoten- Begleiter weit weg.

    Bleibt mir also nur, bei diesem wüsten Geballer mitzumachen und zu überleben. Danach finden wir Dynamit, das ich nicht nutzen darf. :patsch:


    Und zu guter Letzt muß ich einen fliehenden O Driscoll mit dem Lasso einfangen, was mir zu meinem Erstaunen problemlos gelingt. Der Gefangene labert von einem geplanten Zugüberfall und mir sträuben sich alle Haare, wenn ich den Gedanken weiter verfolge, die Sache mit meinen Deppen- Kollegen durchziehen zu müssen.


    Aber erstmal werde ich auf die Jagd geschickt. Die Leute haben Hunger. Ein Indianer begleitet mich. Er gibt mir Pfeil und Bogen und will mir den Umgang damit beibringen. Doch das erweist sich als völlig unnötig. Mittelalter- geübt meistert Karle diese Mission bravourös. Ich überlege, die nutzlosen Schießprügel einfach wegzuschmeißen, nachdem ich endlich eine brauchbare Waffe erhalten habe. Aber das Spiel verbietet mir das. Knarren darf man in RDR2 nicht wegwerfen.


    Wie schon befürchtet, wollen meine Kollegen wirklich den Zug ausrauben. Dabei geht so ziemlich alles schief, was schief gehen kann. Ich komme mir vor wie bei den Dalton - Brothers von Lucky Luke. Was für Deppn!

    Das auf der Schiene platzierte Dynamit explodiert nicht. Also hüpfen wir von einer Klippe auf den fahrenden Zug. Einige purzeln runter oder hüpfen daneben. :patsch: Wie erwartet, das reinste Chaos.

    Wir sollen die Lok anhalten. Und hier habe ich die erste Mission vergeigt! Weil immer irgend einer von diesen Deppen vorgerannt ist, anstatt zu warten, bis ich den Weg strategisch frei geräumt habe. Der wurde dann abgeschossen und ich durfte die Mission neu starten. Was habe ich geschimpft. Blieb mir nichts, als mich dem geistigen Intellekt meiner Kollegen anzupassen. Und so bin ich pausenlos mit der Schrotflinte feuernd vorweg marschiert bis zur Lok. Danach die obligate wüste Schießerei mit den Wachen, Zug ausrauben, fertich.


    Und endlich sind wir in unserem ersten festen Lager angekommen, in Horseshoe Overlook.


    Ich glaube, dieses Spiel ist wirklich nichts für meinen nicht all zu hohen Anspruch, aber ich zieh das jetzt erstmal durch. Soll keiner behaupten, ich hätts nicht versucht. ^^ Kann ja nur besser werden! ;)

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  • Ja KarlKompott Deine Erlebnisse decken sich zu 100% mit meinen Erlebnissen im Wilden Westen. Ich habe das Spiel mal als Zugabe zu neuer Hardware bekommen, mittlerweile habe ich mindestens schon 5x angefangen und bin dann doch immer wieder "abgestorben". Ganz ehrlich, das Spiel und ich werden sicher keine Freunde werden.

    Ich bin ein alter Knacker, mein Schulenglisch liegt ein halbes Jahrhundert zurück. Also habe ich die Untertitel eingeschaltet ... und hatte "Spaß". Neben dem Versuch, der Handlung zu folgen und keinen der eingeblendeten Tooltips zu verpassen, mußte ich auch noch recht zügig mitlesen.

    Geht mir auch so. Mein Schulenglisch ist auch schon lange her, zudem habe ich damals noch hinter der Mauer gelebt und konnte es auch nie anwenden. Also spiele ich auch mit Untertiteln. Wenn man aber dem Geschehen auf dem Bildschirm folgen will und nebenbei noch lesen muss ist es schon sehr anstrengend.

    Noch! Denn Sekunden später bekomme ich die Freigabe und soll loslegen. Was soll das! Diese Art Bevormundung mag ich nicht! Das Spiel macht es mir nicht einfach, es zu mögen.

    Diese Art Bevormundung wird Dich im weiteren Spiel noch oft einholen. :grumble: Ich hatte mal einen Kopfgeldauftrag angenommen, es war schon spät am Abend, ich wollte mich noch etwas schlafen legen und am nächsten Tag losziehen. Die Betonung liegt auf "Wollte", das Spiel lies mich weder im Lager schlafen, noch irgendwo in der freien Wildnis. Das Spiel hat von mir verlangt das ich jetzt und sofort auf die Kopfgeldjagd gehe.

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    Mit Volldampf nach Anno 1800

  • Eric

    Vielleicht kann ich dich ja doch dazu animieren, das Spiel noch mal anzugehen. Denn wenn du fleißig meine Spielberichte liest, verrate ich darin gelegentlich Lösungen für allseits bekannte Probleme. Du hast bestimmt gemerkt, dass ich auch nicht ganz zufrieden mit der Spielmechanik bin. In Kingdom come Deliverance hab ich ebenfalls ein Vierteljahr mit dem Kampfsystem auf Kriegsfuß gestanden. Ich habe einen realen Monat damit verbracht, es gedanklich auseinander zu nehmen und habe es letztendlich geschafft, es auszutricksen und lediglich auf zwei Knopfdrücke zu reduzieren. Ich lasse mir ungern vom Spiel etwas aufdiktieren. Es ist auch ein gewisser Reiz für mich, dem Spiel zu zeigen, "wo der Hammer hängt". :spiteful:

    RDR" ist ein wunderschönes Spiel (nicht nur grafisch), solange ich allein mit meinem Gaul in der open world bin. So hätte ich mir das ganze game gewünscht. Aber leider sind Inventarsteuerung und Missionen eine einzige Katastrophe für mich. Die Missionen verlaufen wie auf Schienen. Haltepunkte müssen millimetergenau eingehalten werden. Und das Inventar macht trotz Speicherslot was es will. Das Spiel ist Stur - aber ich bin es auch! Mal sehen, wer gewinnt. :lool563:

    Hier wie versprochen, schonmal ein paar Tips vorab: (Tastenbelegung xbox- controller)

    Schnellspeichern gibts nicht. Warum auch immer. Aber Manuell Speichern geht: Menutaste-Spiel-Speichern

    Überspringen kann man mit B halten. Gilt für das verschachtelte Inventar und gefailte Missionen

    Ungewolltes Missionstriggern kann man vermeiden, indem man auf der altmodischen Minimap die gelben Marker meidet.


    Spielbericht: Horseshoe Overlook

    Eingerahmt von hübscher Frühlingslandschaft liegt das neue Lager, das ich erstmal untersuche. Wagen und Zelte wurden zu Quartieren umgewandelt, romantisch wie ein Wanderzirkus. Dazwischen scharren munter gackernd einige Hühner (wahrscheinlich von einem nahen Gehöft geklaut). Wirklich idyllisch, gefällt mir. Der Obermotz hält eine seiner berüchtigten Reden und läßt mich noch persönlich wissen: "Wir sind frei!" Damit auch der letzte Kuhtreiber begreift, dass wir nun in die open world entlassen sind. Das stimmt aber nur zum Teil. Denn mein Inventar macht immernoch, was es will. Beim Pferd und einigen anderen Funktionen sind die Buttons noch ausgegraut. Das Spiel hat mich also immernoch am Gängelband. Ha, ich hab dich durchschaut!


    Lassen wirs langsam angehen. Geben wir dem Spiel ne Chance. Das Ambiente im Lager gefällt mir und rollenspieltechnisch ist auch einiges drin. Während die Bande fleißig im Lager beschäftigt ist, schnüffele ich in den Unterkünften in den Habseligkeiten. Bücher, Briefe und Fotos verraten mir etwas über die jeweiligen NPC. Ebenso lausche ich ungefragt den Gesprächen. Und das finde ich interessant und sogar bemerkenswert: die haben alle eine Biografie. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen Leser. Alle anderen können weiter scrollen.


    Dutch van der Linde - der Bandenchef

    Dutch heißt so viel wie Holländer. Logisch, bei dem Nachnamen. Er ist belesen, besitzt Bücher über Apartheit, Kriegskunst und Philosophie. Seine Reden schreibt er vorher auf, bevor er sie hält. Sogar die Kunstpausen sind vermerkt. Seine Bandenmitglieder rekrutiert er meist aus gescheiterten Existenzen, um selber gut dazustehen. Er hält sich selber für eine Art Robin Hood oder demokratisches Oberhaupt. Wer jedoch an ihm zweifelt oder Kritik übt, wird zurechtgewiesen.


    Susan Grimshaw - die Gouvernante

    Sie stammt aus England und war mal so etwas wie Gouvernante (oder Puffmutter). XD Ihr Organisationstalent und das gestelzte vornehme Gebahren wurde ihr bereits in jungen Jahren mit der Reitpeitsche beigebracht. Nach eigener Aussage hat ihr das immer sehr gut getan. Und sie bedauert, dass sie den anderen Lagerfrauen nicht auch die Peitsche geben darf, weil es in Amerika keine "Obrigkeit" gibt. Aber sie bemüht sich, den Leuten Anstand und Manieren beizubringen und ihnen ein geordnetes "Zuhause" zu bieten.


    Leopold Strauß - der Wucherer

    Er stammt aus Wien in Österreich. Seine Familie geriet unverschuldet in Armut und der Verlust seiner Schwester hat ihn sehr betrübt. Sie wurde von der eigenen Familie als Leibeigene verkauft, um die Schulden zu decken. Damit ihm nicht das selbe Schicksal zuteil wird, nahm ihn sein Onkel mit nach Amerika. Als sie in der Hudsonbucht landeten, starb sein Onkel an einem Herzinfarkt, weil er das Grauen des Bürgerkrieges nicht ertrug, in den sie unvermutet hineingerieten. Ein schmächtiges Kind als Waise, ungeeignet für körperliche Arbeit. Aber mit der brennenden Gier nach Geld, nie wieder arm sein, andere auch leiden zu lassen. So wurde er Geldverleiher. Ein schmieriger Mistkerl, der in Not geratene Leute betrügt.


    Arthur Morgan - Spielfigur

    Er begleitet Dutch schon seit über 20 Jahren. Wurde als Kind von ihm "adoptiert", lernte von ihm lesen und schreiben und auch andere Dinge. Arthur und Hosea sind die längsten Begleiter von Dutch. Hosea vermutlich Arthurs Freund.

    Seine Mutter stammt aus England. Er erinnert sich nicht mehr richtig an sie, hat aber eine Fotografie. Ob er eine Ehefrau hatte, ist unklar. Das zweite Frauenfoto könnte auch eine Schwester sein oder Ma in jungen Jahren.

    Es gibt noch ein Bild von einem Hund. Aber da wird die Kamera immer weggeblendet. Okay, Arthur möchte nicht darüber reden.

    Was noch? Er ist malfaul, ruppig und auch nicht so gebildet wie Dutch. Aber er macht sich Gedanken, die von einer besonderen Karheit und Weitsicht sind, jedenfalls realistischer als die der anderen. ;)

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  • Horseshoe Overlook

    Nachdem ich also die ersten Lager NPC besser kennen gelernt habe, kümmere ich mich um Arthur.


    Das Outfit ist überschaubar. In der Kleiderkiste gibts ein Starterkit. Die Sachen haben keinerlei Boni, ist halt nur optisch. Aber schön, dass man Anziehpüppchen spielen darf. Solche Details gefallen mir. Ich nehme das Sommerset und wähle eine Jagdjacke dazu, praktisch solls sein. Allerdings werde ich von den NPC gerfragt, ob mir kalt ist. Komisch, bei 7 Grad ist doch wohl ne Jacke angebracht. Egal, der Hilfstext sagt, die Kluft ist sommertauglich.

    Die Waffenkiste ist gleich daneben. Ich verstaue die Schrotwumme und wieder mal sortiert sich das Inventar um. Aber zumindest ist jetzt das Fernglas wieder an seinem Platz. Die Inventarsteuerung ist immernoch katastrophal. Aber zumindest blicke ich nun einigermaßen durch. Man kann beim Aufrufen der Tasche Gegenstände ausrüsten und ihnen auf diese Weise einen festen Speicherslot zuweisen. Entweder auf Pferd oder im eigenen Inventar. Praktisch beim Fernglas oder den erbeuteten Taschenuhren.

    Die Taschenuhr ist ein nettes gimmick, wenn Arthur sichtbar darauf zugreift. Hübsch gemacht. Aber umständlich, weil sie meist erst im dritten Radialrad liegt. Leichter kann man die Uhrzeit ablesen:

    -Pausetaste (dann erscheint die Taschenuhr oben links)

    -Steuerkreuz unten (Userinterface)

    Essen fassen. Der Eintopf steht bei Pearsons Mampfbude. Kaffe kann man sich dort auch eingießen. Alles für umme. Sehr wirksam, um die Kerne wieder aufzufüllen. Wie das mit den Kernen und Ringen funzt, habe ich noch nicht ganz geblickt. Ist mega umständlich. Trotzdem ich wahllos gefundene Kräuter, das Lagersüppchen oder Dosen aus den Inventar futtere, ist Arthur angeblich unterernährt.

    Die Spendenbox: Weil ich momentan noch keine Beute verhökern kann, spende ich Gegenstände. Gürtel, Ringe, Uhren. Wird alles umgehend in Geld umgerechnet. In der Lagerkasse sind nun über hundert Dollar, aber Arthur ist immernoch arm wie eine Kirchenmaus.


    Da mache ich mir die Mühe, alles so akribisch zu erforschen, um das meinen Lesern auch gut erklären zu können .... und werde von der Bande angeraunzt, warum ich nur faul im Lager rum gammele. Also mache ich mich nützlich. Obwohl die anderen auch nur am gammeln und saufen sind. X( Trage zwei Säcke zur Mampfbude, Füttere die Pferde und hacke Holz. Ich bekomme ein müdes Lob und eine Deadeye Verbesserung. Na toll, eine Funktion die ich nie genutzt habe, weil ich sie nicht kapiere. Aber die undankbare Bande mault immernoch, warum ich nicht endlich action mache. Arthur bemerkt ganz richtig, dass er früher Dutchs Paradepferd war und jetzt nur noch der Arbeitsgaul.


    Ich bin es leid, mich von den NPC weiter gängeln zu lassen und schwinge mich auf mein Pferd. Hinein in die open world! Dutch hats doch gesagt, also bin ich so frei. Natürlich weiß ich, dass das Spiel mich zu diversen LagerQuests treiben will, die auch schon fleißig auf der Minimap blinken. Aber allein schon wegen der Unhöflichkeit zeige ich dem Spiel den virtuellen Stinkefinger und reite in die open world.

    Schön ist hier draußen, dickes Lob an die Macher! Bei aller Umständlichkeit der Steuerung und Questgängelei, aber die offene Spielwelt ist genial!

    Ziellos reite ich durch die schöne Landschaft, werde von vorbei reitenden gegrüßt und sogar der maulfaule Arthur grüßt manchmal ungefragt zurück. Das Entdecken macht Spaß. An einigen locations finde ich Plündergut. Konserven, Schnaps, etc. Ich ergründe die Ursache für ein Buschfeuer, finde eine verlassene Stadt und loote dort einen Goldbarren. So langsam macht mir das Spiel richtig Freude!


    Nun wage ich mich auch mal auf die Straßen, will die Karte mehr aufdecken. Und auch dort erwarten mich spannende Ereignisse. Ich verhindere einen Kutschenüberfall. Die Driscoll- Bande ist auch noch aktiv. Vom Kutscher bekomme ich nur einen lauwarmen Dank und den Hinweis, dass ich die Kutsche plündern darf, weil versichert. Viel hats nicht gebracht, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber es macht Spass. :D

    Der nächste Anhalter hockt auf einem Baum und flucht auf spanisch. Als ich mich nähere, greift ein Puma an, den ich vor Schreck durchlöchere wie ein Sieb. Der Spanier sagt auch bloß Danke, aber den Puma darf ich behalten und bei Pearsons Fressbude abliefern.

    So langsam frage ich mich, wie ich jemals zu Geld kommen soll, wenn alle nur mit Naturalien bezahlen.

    Aber ich bin gespannt, wies weiter geht und mache mich erneut auf den Weg. Der nächste Passant läßt nicht auf sich warten, er schreit laut um Hilfe. Diesmal handelt es sich um einen Schlangenbiss. Ich darf entscheiden: Medizin oder aussaugen. Arthur ist knapp bei Kasse, also aussaugen. Auch dieser Kerl bedankt sich überschwänglich und Arthur weist ihn an, das Geschehen für sich zu behalten.


    Beim nächsten Ausritt höre ich eine Frau um Hilfe rufen. Oh, eine holde Maid in Nöten! Wo ist mein Knappe? Er reiche mir mein Schwert! Ähm sorry, schon wieder falsches Spiel. :patsch:

    Die Lady liegt unter einem toten Gaul eingeklemmt. Ich darf sie befreien und nach Hause bringen. Bin gespannt, ob ich diesmal ne Bezahlung kriege. Sie will nach Valentine. Die Stadt kenn ich noch nicht, dort blinken bereits Missionsmarker. Ich muss also vorsichtig sein und sie weiträumig umgehen, wenn ich von der Auto- Quest nicht erwischt werden will. Es klappt. Ich liefere sie ab und bekomme wieder nur nen doofen Ring.


    Drei Häuser weiter ruft einer nach mir. Da war ich gar nicht drauf gefasst. Ich kontrolliere erstmal die "gefährlichen Marker". Nö, der hat keinen. Also stapfe ich mutig dahin. Und siehe da ... da sitzt der Schlangentyp und grölt lauthals herum, dass Arthur an seinem Bein genuckelt hat. Die Umstehenden lachen. Na toll. Doch dann werde ich hellhörig. Der Typ will mir eine Belohnung geben. Ich darf auf seine Kosten beim Waffenladen einkaufen. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und spurte los, bevor der sichs anders überlegt. Wow, das hat sich gelohnt. Alle Preise sind auf Null. Ich wähle ein Springfield Gewehr. Hohe Durchschlagskraft, aber langsames Laden. Meine letzten Dollar gebe ich für ein Zielfernrohr und Visir aus. Für mehr reichts nicht. Aber ich habe endlich ein Scharfschützengewehr. Stolz wie Oscar zurück zum Lager, bereit für neue Abenteuer. ;)

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  • Hier noch einige Hinweise für die Spielwilligen:

    Manche Dinge hätte ich nämlich gern vorher gewußt, aber das Spiel verrät sie erst, wenns zu spät ist.


    Nachts zu reisen .... ist ne doofe Idee.

    Ich zockel da gemütlich durch die Pampa, da kommen wie aus dem Nichts ne Räuberbande und reiten mich einfach übern Haufen. Klar, man sieht nicht die Hand vor Augen, sieht nicht was kommt und auch keinen Fluchtweg. War also absehbar, eigene Dummheit. Was ich aber nicht wußte, dass man einfach totgeritten werden kann.

    Die nächste Erkenntnis kam nach dem Deadscreen. Man wacht automatisch "wiederbelebt" irgendwo in der Nähe der "Unglücksstelle" auf. Und mir werden virtuelle Dollar vom Konto abgezogen. Aaaalta, what? Der Tod kostet nicht bloß das Leben, sondern auch harte Dollar? Was ist das denn für eine Spielmechanik?


    Dazu muß ich echt mal meinen Senf abgeben. Nicht dass mich das sonderlich aufregt. Aber das fordert ja geradezu heraus, dass man für jede Kleinigkeit einen manuellen Speicherstand anlegt. Ich dachte, genau das will das Spiel nicht.

    Naja, egal. Ich mach das jedenfalls nicht. Irgendwie werde ich auch so da durchkommen, ist besser für die Immersion.

    Man könnte natürlich auch sein Geld zum Fenster raushaun, in jedem Saloon die Puppen tanzen lassen und schicke Klamotten kaufen. Wo nichts ist, kann man auch nichts wegnehmen. Aber so wie ich das bisher wahrgenommen habe, sind die hier in wildwest ziemlich streng, was die Gesetze angeht. Kann also sein, das man immer bissi Kleingeld auf Tasche braucht, um Strafe zu zahlen. Vermute ich mal ... (ich spiel ja den Guten).

    Einmal den Falschen angerempelt, schon haste ne feine Klopperei. Oder Pferd falsch geparkt. Und weil du der Fremde in der Stadt bist, haste die A***Karte.


    Bestes Beispiel für die knallharte Spielmechanik: In Valentine läuft ein Kriegsversehrter herum, der bettelt. Über die Straße ruft er mir zu: Ey, Alta ... haste mal n Dollar? Und ich komm wegen dem Verkehrsaufkommen gerade nicht über die Straße. Irgendwie ist Rushhour und bei meinem Versuch, die Mainstreet zu queren, werde ich von allen Seiten angemeckert und bedroht. Also warte ich brav auf eine Lücke. Die nutzt nun wiederum der Bettler. Kommt zu mir rüber. Aber nicht um seinen Dollar in Empfang zu nehmen. Nö, der beschimpft mich als geizigen Mistkerl! Jeder Versuch, ihm die Kohle aufzudrängen scheitert an ausgegrauten Buttons. Nicht genug, dass mich der Heini vor den grinsenden Kuhtreibern runterputzt, das Spiel verpasst mir auch noch einen Malus auf Ehre. Zugegeben, ich fand das eher lustig. Unlustig stell ichs mir aber vor, wenn der Sheriff meint, ich hab was ausgefressen und ich kann mich wegen ausgegrauter Buttons nicht rausreden. :blackeye:


    Weil wir gerade bei ausgegrauten Buttons sind ...

    Die Pferdepflege ist bei mir immernoch nicht aktiv. Das ist aber wichtig für die Ausdauer. Also wasche ich den Gaul bis dahin im nächst besten Fluß. Weil ich mein Hottehüh so fleißig nutze, ist es schon in der finalen "Ausbaustufe". Auch wenn es nicht zu den besten Rassen gehört, ich bin zufrieden. Es scheut inzwischen nicht mehr, wirft mich nicht ab, auch nicht wenns knallt und heftig zur Sache geht. Und schwimmen kann es auch. Gut, dass ich das ausprobiert habe. Denn erst da informierte mich das Spiel, dass Arthur in tiefem Wasser ersaufen kann!

    Friends! Be careful! Der Tod lauert überall im wilden Westen. ;)

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  • Valentine

    Bei all der Gaudi im freien Spiel, ich bin dann doch mal ein paar Missionen angegangen. Erstens weil ich nicht weiß, wie ich in der open world auf redliche Weise an Geld kommen soll. Die zahlen alle nur mit Naturalien. Und zum anderen wirds langsam schwierig, den ständig mehr werdenden Missionsmarkern in dem kleinen Lager auszuweichen. Dieses automatische Triggern der Missionen ist eine Pest, ich hasse das.


    Als erstes knöpfe ich mir den Marker in Valentine vor. Ich dachte, da ist nur der eine ... und wenn ich den abfrühstücke, ist die Stadt freigeschaltet. Irrtum. Aber dazu später.

    Aus dem Saloon klingt schon von weitem Klaviergeklimper und Gejohle. Javier, den ich dort treffen soll, scheint ne wilde Party zu schmeißen. Drinnen werde ich von Javier und seinem Kumpel zwei Damen vorgestellt, die Arthur in seiner ruppigen Art in Kürze abserviert. Ich bekomme ein Schnapsglas in die Hand gedrückt und werde gefragt, wo Bill ist. Oha, da fehlt also noch einer? Wie zur Bestätigung fliegt die Tür auf und besagter Bill stolpert sturzbesoffen über einen anderen Gast. Sofort ist ne geflechte Kneipenklopperei im Gange. Arthur mischt fleißig mit. Dann kommt ein Hühne hinzu und schmeißt Arthur mit samt dem Mobilar durchs geschlossene Fenster. Draußen geht der Faustkampf weiter. Zum Glück nur Button- mashing auf die B- Taste. Hätte nicht gedacht, dass ich den Hühnen schaffe, aber ist scheints so vorgesehen. Dauert halt. Mission geschafft.


    Uncle seine Biografie kenne ich noch nicht, deshalb ist das (zurück im Lager) die nächste Mission, die ich ansteuere. Er schlägt mir einen Ausflug mit der Kutsche vor. Das stelle ich mir nach dem ganzen Stress entspannend vor. Auch wieder Irrtum. Aber dazu später mehr.

    Auf gehts! Drei Lagerdirnen begleiten uns singend und Arthur steuert die Kutsche nach ... tadaaaah: Valentine.

    Unterwegs plaudert Uncle mit Arthur. Uncle ist ein Taugenichts, der im Leben schon alles versucht hat. Er hatte sogar Frau und Kinder. Hat alles mögliche probiert, aber nie etwas zu ende gebracht. Ein Hallodri, der irgendwann in Duchs Bande gelandet ist. Er ist zu nicht viel zu gebrauchen, läßt sich schnell ablenken, aber er ist eine Frohnatur und unterhaltsamer Begleiter.

    Ich machs Kurz. In der Stadt geraten zwei unserer Mädels in Schwierigkeiten, wärend Wir im Store Kaffee kaufen. Arthur muss sie rauspauken. Beim ersten Kerl reicht ein wenig drohen. Doch der zweite ist im Hotel und hat gerade mit heruntergelassenen Hosen festgestellt, dass ihn das Flittchen beim p**** beklauen will. Der läßt sich nicht mehr mit Worten bezwingen und Arthur läßt wieder die Fäuste sprechen. Mission geschafft.

    Allerdings habe ich danach ziemlich dumm geschaut. Die undankbaren Gören sind ohne mich zurück zum Lager und ich stand in Valentine ohne Pferd und durfte den ganzen Weg zurück zu Fuß!


    Flatneck Station

    Von Valentine hatte ich erstmal die Nase voll, ständig diese Prügelei! Ich wollte endlich mal eine stressfreie Mission und suchte deshalb den Pfaffen. Auch wieder Irrtum! Mich sollte ein biblisches Strafgericht heimsuchen. XD


    Reverend Swanson

    Einst geachteter Vorsteher einer anglikanischen Gemeinde, wurde von dieser verstoßen, nachdem er Opium- und Alkohol- abhängig wurde.


    Ich finde den Prediger in besagter Bahnstation - voll wie eine Haubitze . Unschwer zu erkennen, dass er sich gerade von zwei Typen beim Pokern abziehen läßt. Arthur macht den beiden klar, dass es sich nicht gehört, einen Gottesmann das Fell über die Ohren zu ziehen. Und wird prompt dazu eingeladen, an seiner statt zu pokern. Ich kann nicht pokern, also lehne ich ab. Der Pfaffe hat sich derweil aus dem Staub gemacht.

    Nach einiger Sucherei finde ich den Pfaffen in einem Handgemenge mit einem Hühnen. Och nee - nicht schon wieder! Ich habe keinen Bock auf eine weitere Klopperei. Und hier könnt ihr lesen, wie ich eine weitere Mission vergeigt habe, weil ich zu logisch denke und das Spiel mir keinerlei Freiraum zu eigenem Handeln läßt:


    Ich ziehe kurzerhand den Revolver und will den Kerl übern Haufen ballern. Doch der Typ schlägt mir den Colt aus der Hand. Na da habe ich doof geguckt! Automatisch zückt Arthur das Messer und macht den Typen kalt. Und nun kommt ein Zeuge, der wegrennt und petzen will. Ich will natürlich zuerst mein Schießeisen aufheben. Aber das Spiel läßt mich nicht. Da liegts doch, Mensch! Es blinkt. Warum kann ichs nicht aufheben?! Bamm - Mission gescheitert. Was soll das?

    Also gut. Nächster Versuch. Diesmal renne ich gleich hinterher und "überzeuge" den Zeugen zu schweigen. Na also! Dann gehe ich zurück, doch die Leiche von dem Dicken und auch mein Colt ist weg. Einfach weg! Ich suche bestimmt einige Minuten das Gras ab, nur um dann zu bemerken, dass mein Colt durch Zauberhand im Holster steckt. Wraaaah, solche Logiklücken machen mich weich in der Birne! :dash:


    Die folgende Aktion lief dann relativ glatt, weil vorhersehbar. Der Reverand steckt in den Zug- Gleisen fest und Arthur rettet ihn mit einer Quicktime- Action. Danach kan ich den Besoffenen im Lager abliefern und die Mission abschließen.

    Abschließend noch eine kurze Anmerkung: Für die Rettung gibt mir der Prediger später eine Taschenuhr. Aber die taucht nirgends im Inventar auf. Bug? oder feature? ;)

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  • Und ab hier wirds etwas chaotisch, was aber in erster Linie an der Spielmechanik liegt.

    Weitere Erkundungsritte haben nichts weiter eingebracht, als den üblichen Trödel, den ich nirgends verticken kann. Zwar füllt sich das Kompendium mit Pflanzen und Tierbeobachtungen. Aber es wird Zeit, Geld zu machen. Also nehme ich die Quest vom Wucherer Strauß an.

    Die Quest führt mich wieder wie auf Schienen zum Schuldner. Ein bisschen Drohen und der Kerl gesteht, dass er die Kohle nicht hat. Aber ich darf seine Hütte ausräumen. Zurück im Lager werde ich mit dem Upgrade- Buch bekannt gemacht. Damit ist die Quest erledigt, obwohl noch 2 Schuldner offen sind. Das verstehe, wer will.


    Mein Anteil war mickrig und Arthur gefällt diese schmutzige Arbeit nicht. Darum mache ich einen Kopfgeldauftrag beim Sheriff in Valentine. Auch hier läuft alles wieder wie auf Schienen. Das Spiel will unbedingt, dass ich den Gauner mit dem Lasso fange, obwohl ich ihn vorher problemlos hätte ausknocken können. Egal, 50 Dollar Kopfgeld waren den Ärger schon eher wert.


    Auf dem Heimritt werde ich mal wieder von der O Driscoll Bande gekillt. Diesmal plätten sie mich mit einer Frachtkutsche. :patsch:


    Eigentlich ist der Streit zwischen Dutch und Odriscoll eine Sache zwischen den Bandenchefs. Aber so langsam nehme ich das persönlich.

    Ich bin halt eher der Mittelalter-Gamer mit fetter Rüstung, da hat Arthur mit seinem dünnen Anorak schlechte Karten. Trotzdem will ich das nicht auf mir sitzen lassen. Deshalb erlöse ich endlich unseren Gefangenen, damit er uns zum ODriscoll- Lager führt.

    Dort kann ich mich mal anständig austoben. Solange Arthur gute Deckung hat, klapps auch super mit dem kämpfen.

    Und nun kommt wieder so eine Ungereimtheit vom Spiel. Nach einer Cutszene darf ich die Bossbude plündern. Überm Kamin hängt eine neue Flinte für mich. Ich nehme die auch brav, aber Arthur schmeißt dafür das Repetiergewehr weg. Was soll das denn?! Ich habe mir angewöhnt, nur ein Gewehr mitzunehmen, der Rest liegt in der Waffenkiste. Warum? Weil ich dann nicht im Waffenrad rumsuchen muß. Es müßte also mehr als genug Platz im Inventar sein. Diese Inventarsteuerung ist einfach nur Grütze! Da kann ich machen, was ich will, das wird nicht besser. Also lasse ich das Gewehr liegen und mache mich vom Acker, denn der Marshall ist schon im Anmarsch.


    Als erstes schaue ich in Valentine im Waffenladen rein, ob ich mir das "verlorene" Gewehr zurück kaufen kann. Aber erstmal will ich die neue Flinte verbessern. Ich klicke ... und wie durch ein Wunder ist auch das Repetiergewehr wieder da! Was ist denn das für ein Quatsch! Da steigt doch keiner durch! Solche Logiklücken im Spiel ärgern mich inzwischen wirklich enorm.

    Doch damit nicht genug. Die SniperGun, die angeblich in meiner Waffenkiste liegt, kann ich hier einfach auf den Tresen legen und verbessern lassen. Den Revolver, den ich dabei habe, aber nicht. Ich weiß nicht, ob ich es schon einmal erwähnt habe ... die Inventarsteuerung in diesem Spiel ist eine Katastrophe. ;)

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  • Machen wir weiter mit dem äußerst lustigen Spiel, weitere offensichtliche Logiklücken zu erspielen? XD

    Wer wie ich, komplexe Inventarverwaltung aus anderen openworld- Spielen gewöhnt ist - oder ein präzises Micromanagement aus Aufbau- Simus kennt, wird seinen Spass haben und den weiteren Verlauf sehr unterhaltsam finden.


    Sollen wir gleich in die nächste Mission? Nein, wo bleibt da die Herausforderung?

    Schauen wir uns doch vorher die Aktivitäten an. Ja, sowas gibts auch. Man kann zum Beispiel Zigarettenbildchen sammeln oder einer Professorin die Fundorte von Fossilien per Post schicken. Aber das sind reine Sammelaufgaben. Ich gehe davon aus, das - selbst in DIESEM Spiel - dabei nicht viel schief gehen kann.

    Interessanter sind da die Aufgaben, die man von seinen Lagerkollegen bekommt. Die Gouvernante hat mich beispielsweise mal um ein paar Kräuter gebeten, um ihren Eintopf zu würzen. Nachdem ich die in freier Wildbahn gefunden hatte, konnte ich ihr das Gewünschte auch per Dialogfunktion überreichen.

    Ein anderes LagerFräulein bat mich beim nächsten Mal um einen Schreibstift, um wie Arthur Tagebuch führen zu können.

    Den besagten Stift erhielt ich aber schon in der Valentine- Mission von einem Zeugen. Ich versuche den der guten Frau bereits seit 8 Spielstunden und 3 mal einloggen zu geben. Aber der doofe Stift liegt immernoch wie angemauert in meinem Inventar und ich bekomme keine Dialogoption. Wenn ich den Stift anklicke, steht da nur: einzigartiger Gegenstand. Anscheinend will sie ausgerechnet diesen Stift nicht. Muß ich wohl doch noch ein paar "Haushaltauflösungen" bei den Nachbarn machen, ob ich dort einen gewöhnlicheren Stift finde. :pillepalle:


    Aber jetzt die Mission? Neeeein, noch nicht!

    Auf einem Ausritt Nähe Valentine höre ich ne Schießerei. Ich reite da hin und mir fliegen gleich die Kugeln um die Ohren. In weiser Voraussicht hüpfe ich vom Pferd hinter einen Baum. Da steht ein halb fertiges Haus und die Bauarbeiter verteidigen sich gegen Banditen. Die Angreifer sind viel zu weit weg für meine Waffen, ich sehe sie klein wie Ameisen. Aber die treffen komischerweise bis zu "meinem" Baum. Bis ich mein Scharfschützengewehr aus der "tollen" Inventarsteuerung raus gekramt habe, liegt schon der Vorarbeiter im Präriestaub. Ich snipere die Angreifer weg und schaue nach. Es waren mal wieder die ODriscolls. Eine echte Landplage, diese Brut. Tja, den Vorarbeiter hats scheinbar erwischt. Er liegt da ohne einen Mucks und mir wird angezeigt: plündern? Mach ich natürlich nicht. Denn ein junger Mann sitzt gramgebeugt trauernd vor dem reglosen Körper.

    Am nächsten ingameTag reite ich da nochmal hin, ob der junge Mann vielleicht Hilfe braucht. Irgendwie nagt es an mir, weil ich so lange gebraucht habe mit meiner Waffe.

    Aber stellt euch vor ... mein dummes Gesicht ... der alte Sack, der gestern noch mausetot und betrauert war, kommt wie ein fröhlicher Furz auf mich zu und bittet mich, für ihn Holz zu holen. Wunderheilung ahoi? Ich hab vor Verwirrung auf JA geklickt. :bäh045535.


    Aber jetzt die Mission. Japp.

    Mein alter Kumpel Hosea will mit mir jagen gehen. Er erwähnt einen Bären. Vorsichtshalber greife ich zu meiner derzeit stärksten Waffe, der Flinte. Doch zuvor bietet er mir an, ein "gefundenes" Shirehorse im Stall von Valentine zu veräußern und mir von dem Erlös ein neues Ross zu kaufen. Netter Zug, ich mag Hosea.

    [Wer nicht weiß, was ein Shire ist: Es ist eine der stärksten und größten Pferderassen. Die gibts wirklich. Sehr imposant.]

    Ich überlege auf dem Weg zum Stall, ob ich das Pferdchen behalten soll. Die Rasse stammt angeblich von der Streitrössern der Ritter ab. Aber im Wilden Westen sieht das irgendwie lächerlich aus. Ohne Rüstung wirkt Arthur wie ein Kleinkind auf dem mächtigen Tier.

    Kurz darauf sind wir schon im Stall und ich habe Glück. Es ist Angebotswoche. Die Preise sind verbilligt. Ich kaufe statt des Shire ein Rennpferd. Und für Luxus- Satteltaschen reicht mein Geld auch noch. Ich hatte erwartet, dass ich für mein sauer zusammen geklautes Geld auch mehr Platz in den Saddlebags bekomme, aber davon habe ich noch nichts bemerkt. Zumindest schaltet mir der Stallmeister endlich die Funktion Pferdepflege frei.


    Nun gehts auf die Jagd. Ich erspare euch die Pausenfüller auf dem Weg. Das wesentliche: Wir haben die Spur eines Bären entdeckt und legen einen Köder aus. Ich halte meine Flinte schon schußbereit in der Hand und warte mit Kumpel Hoss hinter einem Versteck. Doch der Bär kommt nicht. Hosea bittet mich, den Köder zu prüfen und Arthur macht das mit dem Messer. Zur Erinnerung: Die Flinte ist immernoch auf Arthurs Schulter. Jetzt kommt der Bär. Das Spiel gibt mir fairerweise genug Zeit im Waffenrad zu wühlen. Aber Arthur nimmt den Revolver. Nachdem die Trommel leer geballert ist, flüchtet der Bär. Haaaaallo? Ich hatte die Flinte ausgewählt! Das Spiel macht mich irre! :lool563:


    Als ich im Lager ankomme, ist es bereits dunkel. Arthur will nach der Aufregung nur noch ins Feldbett. Aber auf dem Tisch liegt ein Brief. Und ich, doof wie ich bin, klicke ihn an. Dabei hat mich Eric schon vorgewarnt!

    Und jetzt wirds ganz konfus! Der Brief triggert eigentlich eine Quest mit Arthurs alter Flamme Mary. Aber plötzlich steht Wucherer Strauß vor mir und gibt mir die Quest, einen weiteren Schuldner zu besuchen.

    Bravo! Mitten in der Nacht. Funktionen wie schlafen sind abgeschaltet, geht nicht. Das Spiel befielt: Du machst jetzt die Quest!

    Ich versuche zu tricksen, reite im Schneckentempo den vorgezeichneten Weg, damit die Zeit voranschreitet und es hell wird. Aber das tut es nicht. Ein Blick auf das userinterface - es wird keine Zeit mehr angezeigt. Dieses automatische Triggern von Quests ist eine Pest. Man muß dermaßen aufpassen, wo man hinlatscht oder was man anklickt. Das ist gefährlicher als die ODriscoll- Bande!

    Zugegeben, diese Schuldenquest ist ein Witz. Man reitet da hin, haut dem eine runter und kehrt unverrichteter Dinge zurück. Fertich.

    Aber auf dem Weg dahin hätten mich die ODriscolls x- mal überreiten, überfahren oder mit faulem Obst bewerfen können. Das Spiel macht mich feddich. ;)

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  • Zwischenbilanz:


    Zunächst erstmal ein fröhliches "Howdy!" an alle Fans dieses Spiels, die sich vielleicht darüber ärgern, dass ich das game gedanklich so auseinander nehme. "Come down!" sagt Arthur immer so schön. Meine Art zu spielen, ist vielleicht nicht der Königsweg. Aber wenn ich spiele, lasse ich mich voll und ganz auf das game ein, will alles erkunden. Das ist doch positiv! Und mal ehrlich ... ihr amüsiert euch doch auch über meine Texte. ;)


    Die open world ist ja auch wunderschön. Da gibts nix auszusetzen. Mit dem Pferd darin herumzustreifen und diese Welt zu entdecken, ist einfach toll. Die Biome, die Tiere, alles wirkt echt und natürlich. Mit so ziemlich jedem NPC kann man sprechen oder interagieren. Die Zufallsereignisse sind vielleicht etwas zu häufig, aber das anzukreiden wäre meckern auf hohem Niveau.


    Jagen kann man so ziemlich alles, vom Stinktier bis zum Büffel. Ich nutze das nur, um Nahrung zu haben. Als Umweltschützer stehe ich diesem Thema auch in Spielen etwas kritisch gegenüber. Aber das muss jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen.

    Jedenfalls stelle ich mir schwierig vor, damit Geld zu verdienen. Für einen Truthahn bot mir der örtliche Schlachter des Vertrauens nur einen Dollar. Hinzu kommt, dass die Spielmechanik erwartet, dass man für die unterschiedlichen Tierarten auch spezielle Waffen benutzt. Diese Waffen sind teuer, kosten mitunter über 100 Dollar. Ich bezweifle, ob sich das rechnet.


    Waffen kann man in Missionen erspielen oder kaufen. Schön, dass man diese Wahl hat. Spielerische Freiheit ist für mich ein Grundbedürftnis in openworld- Spielen. Diese Waffen kann man beim Büchsenmacher verbessern lassen. Das ist nicht ganz billig und leider habe ich dadurch noch keine nennenswerten Vorteile festgestellt. Der Genre- bedingt fehlende Rüstwert der Spielfigur fokussiert den Spieler mehr auf den Angriffswert. Und der ist situationsbedingt von der gewählten Waffengattung abhängig. So ist es sinnvoll, auf weite Entfernung lieber ein Gewehr anstatt dem Revolver zu nehmen. Oder um es banal auszudrücken: Geh nicht mit dem Messer zur Schießerei. XD


    Pferde sind ein Thema für sich. Unabhängig von den Rassen klassifiziert das Spiel in Reitpferde, Arbeitspferde, Streitross, Rennpferd und was weiß ich noch. Nach der Statusanzeige müßten die Rennpferde die schnellsten sein. Aber ich habe da absolut keinen Unterschied bemerkt. Eher einen Nachteil. Das Rennpferd schmeißt mich in brenzligen Situationen in die Pampa. Während mein gutmütiges Reitpferd das nicht tut und mir auch nicht langsamer vorkommt.

    Beim Pferdezubehör gibts Riesen Auswahl. Dem Hilfstext zufolge können andere Sättel, Steigbügel, etc den Ausdauerverbrauch senken. Umrechnungsfaktor erfolgt in Prozent, die Anzeige dafür jeweils 1 Millimeter im Balkendiagramm der Statusleiste. Ich habe den Eindruck, die meisten dieser Verbesserungen sind rein optischer Natur. Zumal ich bei verbesserten Satteltaschen keinen Unterschied zu vorher bemerkt habe.


    Wildpferde kann man zähmen. Ich werde irgendwann mal austesten, wieviel Dollar die im Stall bringen. Denn damit hätte ich zum ersten Mal eine Möglichkeit gefunden, auf legale Weise Geld zu verdienen.


    Items wie Arznei oder andere wichtige Sachen sollte man sich genau im Inventar anschauen. Gut zu wissen, wie das Symbol dafür aussieht. Denn wenns schnell gehen muß, sollte man auch die richtige Tinktur erwischen. Leider sortiert sich das Inventar immer mal wieder um, so dass man nicht auf gewohnte Slots zugreifen kann. Zuweisen kann man Items nur im Pferdeinventar oder der eigenen Inventartruhe.

    Ein weiterer Nachteil der Arznei: Wenn Arthur die in einer Schießerei benutzt, verläßt er für die Trinkanimation die Deckung.


    Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich den Eindruck habe, dass intensives Craften, Sparen und Verbessern eher etwas für Rollenspieler ist. Und ja, ich mag das roleplay in diesem Spiel. Die NPC haben Charakter und interessante Biografien. Waffen und Sättel kann man bis ins kleinste Detail dekorieren, auch wenn man die Details danach nur noch beim Reparateur sehen kann. Aber schön, dass mans überhaupt machen kann.

    Allerdings erwarte ich mir davon keine spielentscheidenden Vorteile. Ich habe eher den Eindruck, das Spiel ist mehr zum Durchrushen gedacht. Millimeterkleine Boni auf Waffen und Ausrüstung sind nicht gerade ein Anreiz, sich lange damit aufzuhalten. Dazu noch die Tatsache, dass Quests mich an jeder Ecke unbedingt automatisch erwischen wollen, um mich weiter anzutreiben. Die Spielmechanik ist genauso ungeduldig, wie die dauernd gängelnden NPC. "Mach dies, mach das. Biste immernoch nicht fertich," Das nervt mich schon gewaltig. Warum läßt man mir nicht die Zeit, alles in Ruhe zu entdecken? Wenn die Macher des Spiel wollen, dass ich nur die Mainstory durchpauke, hätten sie sich auch das ganze drumherum mit der openworld sparen können. ;)

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  • Secrets of the Inventory

    Es ist mir tatsächlich gelungen, einige Geheimnisse der verwirrenden Inventarsteuerung zu lösen. Ich habe mir extra die Zeit genommen, da einiges auszuprobieren, damit ihr, meine Leser, nicht auch so viel Zeit vergeuden müßt.


    Waffen- Upgrade

    Ich hatte mich ja gewundert, warum ich einige Waffen nicht aufrüsten darf. Des Rätsels Lösung: Die müssen erst gereinigt werden. Sonst weigert sich der Büchsenmacher. Sagt einem keiner, steht auch nirgends. Tolles feature! X(


    Satteltaschen

    Die verbesserten Saddle Bags haben tatsächlich mehr Slots. Aber wie ich da was reinpacken kann, habe ich leider noch nicht heraus gefunden.


    Outfits

    kann man auch auf dem Pferd aufbewahren. Ich habe eine Sommer- und Winterkluft eingepackt. Normalerweise bräuchte ich noch eine dritte für son gemäßigtes Zwischending, aber dafür habe ich anscheinend noch nicht die passenden Klamotten in meinem Besitz.

    Hüte erscheinen separat im Pferdeinventar, weil sie dauernd verloren gehen. Man kann sie übers 2. Radialmenü zurück teleportieren.


    Preisermäßigung

    ist abhängig vom Statuswert Ehre. Der Umrechnungsfaktor erfolgt in 10% Schritten.


    Weiter gehts mit Karles Western- Abenteuer

    Hosea hat anscheinend wieder ne Quest für mich - auf der Emerald- Ranch. Ist ein Stückchen weg. Das Problem ist, da überlagern sich gleich zwei Questmarker. Auf dem Weg dorthin, entdecke ich durch Zufall ein Bandenlager. Diesmal bin ich schlau und schleiche mich hinter einen Baum. Von dort aus ballere ich aus allen Rohren und schaffe es leicht angeschlagen. Doch beim looten staune ich nicht schlecht. Die haben alle Uniform an! Das Spiel informiert mich: Ich hab ne neue Bande entdeckt, die Lemoine- Räuber. Ich glaube, vom Level hätte ich hier noch garnichts zu suchen gehabt. Südstaaten- Guerillas mit militärischer Ausbildung.


    Auf der Emerald- Ranch passierte dann genau, was ich befürchtet hatte. Automatisch erwischte mich eine der noch offenen Schulden- Quests vom Wucherer Strauß. Schon leicht genervt, wollte ich die Quest schnell abhaken. Doch die Tussi wird frech und schickt ihren Mann, der mir anstatt der geschuldeten Dollar ein paar gesalzene Backpfeifen gibt. Und wieder muß ich den Kerl KO prügeln. Das Spiel scheint eine Vorliebe für diese grobschlächtige Spielmechanik zu haben. Ich nicht!


    --- Und nun kommt wieder so ne Sache, die ich an dem Game so richtig hasse! ---

    Der Kerl liegt also KO und die Trulla ruft mir zu, ich soll mir das Schulden- Geld einfach aus seiner Tasche nehmen. Aber direkt gegenüber drückt sich ein verdächtiger Kerl rum. tritt von einem Fuß auf den anderen und schielt äußerst auffällig zu mir rüber. Ich ahne schon, was kommt. Das Spiel will, dass der mich verpfeift (wie schon einige Male davor in Missionen). Langsam wirds langweilig und ich habe keine Lust, vom Spiel ständig den gleichen Quark serviert zu bekommen. Ich will den Kerl aus dem Weg haben, rempele ihn an, beleidige ihn ... Und tatsächlich, der verdrückt sich um die Hausecke. Ja Donnerlüttchen! So viel Ki hätte ich dem Spiel garnicht zugetraut. Doch zu früh gefreut. So oft ich das auch wiederhole, der Typ hat bloß einen Radius, auf dem er wie am Gummiband immer wieder auf seine Triggerposition zurück kehrt!

    Ich gebs auf. Der Bewußtlose wird geplündert, der Zeuge rennt schreiend davon. Aber diesmal kann mich das Spiel mal. Anstatt der von mir erwarteten Hetzjagd mit einer weiteren Prügelei, reite ich gemütlich zur nächsten Poststation meine Strafe zahlen.


    Um endlich die Quest mit Hosea zu machen, reite ich zum 2. Mal den langen Weg zur Ranch. Ich freue mich schon drauf. Hoseas Quests laufen immer erstaunlich stressfrei ab. Wir sollen für einen Hehler ne Kutsche aus einem Gehöft klauen. Das Spiel gibt mir die Wahl: Tags oder Nachts. Ich wähle Nacht. Auch diesmal läuft alles glatt. Ich mag Hosea. Er holt die Kutsche aus dem Stall und ich räume derweil das Wohnhaus aus. Schnell verdientes Geld. Und richtig viel diesmal. Damit werde ich eine Weile in der openworld auskommen.


    Denn in der open world fühle ich mich wohl. Da darf ich selbst überlegen, wie ich ein Problem angehe. Doch leider muß man gelegentlich Quests machen, um zu cash zu kommen. So sehr ich die open world liebe, so sehr hasse ich die Missionen. Das Spiel macht auf mich den Eindruck von ... sorry! ... Flickschusterei. Eine moderne openworld mit einem starren uralt Questdesign zusammengenagelt.


    Appleseed -Timberwood & Co

    Eine Firma, die so heißt, hat bestimmt Holz. Ich beschließe dem wundergeheilten Häuslebauer (aus Beitrag 9) sein Holz zu besorgen.

    Auf dem Weg dahin muß ich über eine Brücke. Ich denke noch: Wäre ein perfekter Ort für einen Hinterhalt. Da stehen plötzlich 3 ODriscolls vor mir und mir wird die Option "Ergeben" eingeblendet. Niemals, ihr Lappen! Ich schieße mir diesmal den Weg frei. Und bin sogar etwas stolz, weil ich es ohne Deckung direkt vom Pferd aus geschafft habe.

    Bei Timber bekomme ich das Holz und soll es mit einem schweren Fuhrwerk zum Hausbauer bringen. Kein Problem? Denkste!

    Das Gefährt lenkt sich wie ein Flugzeugträger und an einer engen Kurve kam es , wie es kommen mußte. Die Kutsche touchiert einen Baum und steckt fest. Einfach ein Stück rückwärts und weiter fahren? Schön wärs! Ich habe alle Tasten am Controller ausprobiert. Nix da. Ich bin mir sicher, dass das irgendwie geht. Aber ich hatte kein Bock wieder ewig zu suchen. Also habe ich den letzten Speicherpunkt geladen und habe es nochmal gemacht. Diesmal im Schneckentempo. Es war ne seeeehr lange Fahrt. ;)

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  • Die wahrsagende Glaskugel vom Gangsterboss Dutch

    Endlich genug Dollars in der Tasche, um mich eine Weile in der open world herum zu treiben. Was ich auch ausgiebig tue. Ich habe sogar eine neue Stadt entdeckt: Rhodes. Doch wie groß war mein Erstaunen, als mich beim Betreten der Stadt eine Cutszene ereilte, obwohl weit und breit kein Missionsmarker vermerkt war.

    In der folgenden Sequenz reitet eines unserer Bandenmitglieder (Bill) auf mich zu und informiert mich, dass der Boss (Dutch) ihn geschickt hat, weil er ne Quest für mich hat.


    Waaas? Ich denk, ich hör nicht richtig! Jetzt schickt mir das Spiel schon NPC hinterher, um mich weiter zum questen anzutreiben? Sach mal, gehts noch? :thumbdown:


    Mal davon abgesehen, dass ich jetzt richtig sauer bin, über die nicht mehr zu überbietende Frechheit, mich in dieser Form zu bevormunden. Woher will dieser Dutch überhaupt wissen, wo ich mich gerade aufhalte? Hat wohl ne Glaskugel in seiner Wahrsagerbude ... oder es ist mal wieder eine meiner viel beschworenen Logiklücken.

    Erstaunlicherweise gibt mir das Spiel noch eine Auswahl- Option: mitgehen oder später nachkommen. Ich klicke natürlich überaus trotzig auf: Nein, ich bleibe! Und das Spiel entläßt mich tatsächlich wieder in die openworld.


    In Rhodes finde ich dann einen Hehler. Das ist äußerst nützlich bei dem ganzen Trödel, den man in leer stehenden Hütten findet. Vieles muss man stehen lassen, weil das Inventar voll ist. Da ist es gut, einen Aufkäufer zu haben, damit wieder Platz in der Tasche wird.

    Dieser Dutch ist als Anführer ne Pfeife, wenn er nicht versteht, dass das auch gut für die Lagerkasse ist. Denn dort kann man zwar Schmuck und Uhren spenden, aber keine Konserven oder Schnaps. Beim Hehler kann ich die jedoch zu Geld machen und auch mal ein paar harte Dollar in die Spendenbox werfen. Das habe ich auch vor und kehre brav zum Lager zurück. Denn obwohl man mich so verärgert hat, bleibe ich loyal - ich spiel ja den Guten.

    Es wird mir nicht leicht gemacht, dieser Linie treu zu bleiben. Gleich am Lagereingang empfängt mich Mrs Grimshaw und hält mir eine gepfefferte Standpauke über meine Herumtreiberei.

    Leute, entscheidet euch mal! Ihr wollt nicht, dass ich faul im Lager rum sitze. Aber bin ich unterwegs die Lagerkasse zu füllen, ists auch nicht recht.

    Aber Arthur muffelt nur: "Ich hatte zu tun." Ich hätte gern hinzugefügt, dass ich auch in Zukunft nicht vorhabe, mein Hirn an der Spielelobby abzugeben. Aber meine Meinung ist nicht gefragt.


    Offene Fragen und Antworten

    Wer sich erinnert ... Ich wollte ja mal ausprobieren, ob man mit Wildpferden Geld verdienen kann (Beitrag 10).

    Hab das erstmal mit Beutepferden von den Driscolls getestet. Zähmen, einreiten und dann noch über die halbe Map zum Viechhändler - brachte ca. 14 Dollar. Für den Sattel gabs gar nix. Ich denke, der Aufwand lohnt nicht. Für eine "gefundene" Kutsche gabs immerhin 40 Dollar. Das lohnt sich schon eher.


    Ob die Upgrades für Waffen was bringen? Jeweils ein Millimeter in der Statusanzeige. Ich hab da nicht wirklich was bemerkt. Einen spürbaren Effekt hatte ich jedoch bei anderer Munition (HG oder Express).


    Das starre Missionsschema hat auch einige Vorteile:

    Die open world- Mechanik scheint während der Missionen abgeschaltet. Man kann auf den langweiligen Ritten zum Missionsziel (sofern sie teil der Mission sind) andere NPC ungestraft anrempeln oder übern Haufen reiten. Die sonst allgegenwärtigen Wegüberfälle sind anscheinend auch abgeschaltet. ;)

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  • Unfreiwillige Wildwest- Comedy

    Der ingame- Tag fing ja schonmal gut an. Für meine Rückkehr mit dem Spendengeld wurde ich von der Lager- Gouvernante zur Schnecke gemacht. (Siehe Beitrag 12) Dutch, der Boss, schmollte in seinem Zelt, weil er mir extra Leute hinter schicken mußte. Aber ich dachte nicht daran, mit ihm über seine Quest zu sprechen. Ich fühlte mich ungerecht behandelt. Als Alibi hackte ich Holz, schleppte Säcke und fütterte die Pferde.

    Da kam mir der Proviantmeister Pearson gerade recht. Er fragte mich, ob ich ihm einen Hasen besorgen könne. Zum Dank würde er mir auch ein ganz besonderes Süppchen kochen, das meinen Kern vergoldet. Und Klonk, war ich um eine Aktivität reicher. Nun hatte ich einen offiziellen Grund, wieder abzuhauen. :spiteful:

    Zugegeben, ich dümpele immernoch in Kapitel 2 rum. Keine Ahnung, wieviel Kapitel es gibt. Aber mir machts draußen mehr Spass als bei diesen Miesepetern.

    Auf dem Weg hinaus, rief mir der kleine Jack nach, ob ich ihm Süßigkeiten besorge. Aber diese Bitte erschien nicht in meinem Aktivitäten- Feed. Ein böses Omen? Egal, nur weg hier.


    Hasen jagen? Pah. Nein, diesmal würde ich einen waschechten Revolverhelden jagen und mein erstes Duell bestreiten. Ich platzte vor Zuversicht. Das Karnickel könnte ich auf dem Rückweg beschaffen. Ich ritt in die verschneiten Grizzly- Berge. Flacos Banditencamp hatte einen Marker, es war nicht zu verfehlen. Pferd in der Pampa parken und hinter einen schön dicken Baum schleichen. Hatte ich vorher extra geübt. Es lief wie am Uhrwerk. Aus der Deckung ballern, bis keiner mehr steht. Danach alles plündern. Aber da war kein Flaco. Das Spiel blendete ein: Geh zur Hütte!

    Aha, eine Cutszene. Die Tür öffnet sich und Flaco erscheint. Sogleich kommt ne Zeitlupe, zielen, ballern ... und Flaco ist Geschichte. Hätte ich mir schwieriger vorgestellt. Aber hey, es muss ja auch mal etwas easy laufen in diesem game.


    Doch das Spiel wiegte mich in scheinbarem Wonnegefühl, die Pechsträhne kam erst noch.

    Nach dem gewonnenen Duell bot mir das Spiel an, Flacos Waffe zu looten. Ich tat das und meine Spielfigur warf den eigenen dafür in den Dreck. Doch das kannte ich schon (Beitrag 8). Ich wußte, die Startknarre ist jetzt im Pferdeinventar - obwohl sie da vor mir liegt. Diese Logiklücke haben wir zur Genüge durchgekaut. Schauen wir uns lieber Flacos Wumme an. Hübsch verziert --- aber schlechter als mein alter Colt! :patsch:


    Toller Loot! Vielleicht ist ja in der Hütte noch was brauchbares. Aber die Tür ist verrammelt. Klar, vor einem Duell schließt man erstmal akribisch die Haustüre ab und schaltet die Alarmanlage ein. :pillepalle:

    Nach einer Weile rum probieren, fand ich heraus, dass ich mit B- Taste die Tür eintreten kann. In der Hütte war nur der übliche Trödel und ne Schatzkarte. Nicht unbedingt, was ich als besonderen loot erwartet hätte.


    Die Pechsträhne hielt an. Auf dem Rückweg überfielen mich 2x Wölfe, derer ich mich nur mit der Schrotflinte erwehren konnte. In Valentine habe ich dann erstmal den Waffenschmied aufgesucht, ob der Flacos Knarre wenigstens so weit verbessern kann, das er so gut wie mein alter ist. Konnte er natürlich nicht. Denn diesmal wurde mir der Colt nichtmal in der Liste der Waffen angezeigt. . Draußen gings aber noch. Dieses Spiel macht mich wahnsinnig! Ich hab alles probiert. Reinigen, Slot umsortieren, ausrüsten, ... nix. Resigniert habe ich meinen alten Colt wieder umgeschnallt.


    Inzwischen ist es dunkel und ich quartiere mich im Hotel ein und nehme ein entspanntes Bad. Dann ins Bett, obwohl im Nebenzimmer halligalli ist. Frauenstöhnen, Matratzenknarzen, boah. Am Morgen ist immernoch keine Ruhe in der Nachbarbutze. Ich bin verärgert über den bisherigen Spielverlauf und mache mir Luft, indem ich mit dem (alten) Colt in die Zimmerdecke schieße. Na also! Endlich kehrt Ruhe ein.

    Doch als ich die Tür öffne, um auf Hasenjagd zu gehen ... steht der Sheriff mit gezogener Waffe davor. Hinter ihm zetert ein dürftig bekleidetes Weib und es wird eingeblendet: Ermittlung läuft! =O

    Ähm, Ruhestörung? Sachbeschädigung? Coitus interuptus? :pfeiffen645:

    Auf jeden Fall kann ich mich nochmal rausreden und komme mit einer mündlichen Verwarnung davon. Puh.


    Beim Verlassen des Hotels war ich nervlich noch so durch den Wind, dass mich ein Passant übern Haufen rennt und ich im Schlamm lande. Aaaalta, wie sehe ich aus! Gerade erst gebadet. Ich ziehe Wechselsachen aus den Satteltaschen an und beschließe nicht nochmal zu baden.


    Das mit dem Hasen war auch nicht so einfach, wie ich dachte. Die Viecher sind flink und ich der untalentierteste Jäger im ganzen wilden Westen. Hab dann einen mit dem Scharfschützengewehr erledigt und als Frikassee mitgenommen.

    Im Lager erwartet mich schon wieder Mrs Grimshaw. Mir schwant Übles. Sie zerrt mich an den Löffeln zur Pferdetränke und gibt mir eine besondere Waschung. Sie begründet diese Cutszene damit, dass ich dreckig wäre und regelmäßig zu baden hätte. Damit die Lektion hängen bleibt, zieht sie auch gleich 25 Tacken aus meiner privaten Geldbörse.


    Hätte nicht gedacht, dass mich das Spiel noch so überraschen kann. Schön, dass sie das eingebaut haben. Anscheinend hat mein Bad vom Vortag nicht gezählt und ich hatte was zu lachen.

    Die Grimshaw scheint im Lager das eigentliche Regiment zu führen und Dutch darf bloß kluge Reden schwingen. Vielleicht war sie früher Domina. Hat ja gelegentlich so Anwandlungen und will die Lagerdirnen mit der Peitsche "verwöhnen".

    Pearson, dem ich den Hasen bringe, grinst begeistert. Tolle Frau, meint er zwinkernd. Scheints steht er auf die Kommandeuse. Ich habe ihn belauscht, wie er sich mit ihr im Kino verabredet hat. Naja, er war früher bei der Navy, sowas prägt. ;)

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  • Im Bann des Übersinnlichen --- (Unsichtbare und unsterbliche Gegner)

    Auf der Suche nach dem letzten Hauptlager der ODriscoll- Bande filzte ich ein Gehöft. Leider war auch das nicht das gesuchte Lager. Die Szenerie sah verlassen aus. Vielleicht konnte ich ein wenig plündern. Aus der Scheune hörte ich Geräusche, stöhnen und kichern. Ich rüttelte an der einzigen Tür. Verschlossen. Wie es aussah, wollten die da drin nicht gestört werden. Ohne Privatfernsehen sucht man sich halt ein Hobby, das nichts kostet, aber viel Spaß garantiert. Ich fand, das war eine gute Gelegenheit für eine "Haushaltsauflösung" im Haupthaus.

    Gesagt, getan. Rein in die Bude und einsacken, was geht. Doch wie ich gerade so schön dabei bin, erscheint auf der Minimap ein Feindalarm. Auwaia, ein großer roter Balken, das müssen viele sein ... und ich sitze hier drin wie in der Mausefalle! Reflexartig den Revolver ziehen und aus der Bude rennen war meine nächste Reaktion. Doch draußen zirpten nur die Grillen. Der Feindarlarm zeigte genau auf die Scheune und verlosch langsam. Unsichtbare Feinde? Und wenn da in der Scheune einer was verschossen hat, waren das mit Sicherheit keine Patronen. :lool563:


    Als nächstes erwischte mich wieder ein Missionsmarker, irgendwo im nirgendwo. Ich werde es wohl nie lernen, nicht zu nah an diese Bereiche heranzureiten. Das Spiel informierte mich: Treibe die Schulden ein. Achja, Ganz am Anfang gab mir der Wucherer 3 Aufträge, aber nach dem ersten kam schon: Erledigt. Waren wohl doch noch 2 offen.

    Ich ritt also zum Haus des Schuldners und machte wieder den Fehler, selber zu denken! Das Spiel befahl: Frage die Leute nach dem Schuldner.

    Weil aber die einzige anwesende Person nur der Schuldner sein konnte, fragte ich nicht lang rum ... sondern überwältigte und fesselte ihn. Er hatte eine goldene Uhr, die ich lootete und war der Meinung, damit bin ich durch.


    Doch nun drehte das Spiel völlig durch. Aus dem Nichts erschien plötzlich ein Zeuge. Och nö! Nicht die Leier schon wieder! Ich soll jetzt hinterher rennen und mich mit dem prügeln. Das tat ich NICHT und hab ihn statt dessen einfach abgeknallt. Nun blendete das Spiel ein: Ermittlung wegen Entführung!

    Ähm is klar, der Schuldner liegt ja immernoch gefesselt aber lebendig da - und hat nicht mitbekommen, wie ich den Zeugen übern Rio Grande geschickt habe. Aber der Zeuge hat noch vor seinem Ableben die Behörden mit seinem Smartphone über das kidnapping informiert... lautet meine einzig schlüssige Erklärung. Inzwischen blendet das Spiel ein, dass die Gesetzeshüter im Anmarsch sind. Da es ja nur um die Entführung geht, lasse ich den Toten liegen und trage den Gefesselten an eine nahe Klippe und schmeiße ihn in einen darunter liegenden See. Und prompt erlischt die Meldung "Gesucht" vom Monitor. Der Sheriff reitet unverrichteter Dinge an mir vorbei und ich grüße höflich: "Howdy". :D


    Die Strafe, weil ich nicht mache, was das Spiel will, wäre damit abgewendet. Aaaaber da ist immernoch die Quest offen!

    Also wieder zurück zum Haus. Und da stand der Schuldner wiederauferstanden aus den Fluten und putzmunter. Ich will wissen, wie er das gemacht hat und spreche ihn nun doch an: "Mr ...?" Weiter komme ich nicht. Da sprintet der an mir vorbei auf ein Pferd und reitet wie bekloppt davon. Ich natürlich hinterher. Der reitet wie der Teufel und ich zweifle langsam, ob ich den überhaupt einholen kann. Im Waffenrad wähle ich die Schrotflinte, aber Arthur hat wie durch Zauberei das Lasso in der Hand. Das Spiel übergeht meine Tastenbefehle mal wieder. Warum spielt es sich nicht gleich selbst? Letztendlich schaffe ich es auch mit dem Lasso. Und endlich darf ich ihn looten und die Quest abschließen. Was soll der Mist? Soweit war ich schon 2 Minuten nach Questbeginn. ;)

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  • Studienfach RDR2 / 1. Semester

    Für alle, die nach dem Lesen meiner Spielberichte, Lust zum selber zocken bekommen haben, hier einige Erklärungen, die essentiell wichtig für das bessere Verständnis der Spielmechanik sind. Die Missionen laufen wie auf Schienen, da braucht man wenig Sorge haben. Aber in der Open World schlummert unter der grafischen Oberfläche eine ganze Wissenschaft.

    (Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit)


    Waffen:

    Das Spiel unterscheidet zwei Arten von Waffen: Einzigartige und normale Waffen.

    Einzigartige Waffen können von Bossgegnern gelootet werden und tragen den Namen des ehemaligen Besitzers. Z.Bsp. Flacos Revolver. Diese Waffen können NICHT verbessert werden.

    Normale Waffen bekommt man entweder in Missionen oder kann sie kaufen. Erstaunlicherweise sind sie die bessere Wahl, weil man sie upgraden kann.

    Verbesserungen gibts gegen Cash beim Büchsenmacher. Visir und Zielfernrohr steigert die Genauigkeit. Lauf und Drall vergrößert Schaden und Reichweite. Jede Verbesserung wirkt sich um einen Millimeter im Balkendiagramm aus. Auch wenn es nur jeweils 1 oder 2% sind, mit der richtigen Munition kommt der Effekt zum tragen. Für oft benutzte Waffen gibt es zusätzlich noch einen Perk auf Gewöhnung und Waffenkenntnis.

    Munition gibt es 3 Arten. HG (Hochgeschwindigkeitsmunition) gibt Bonus auf Reichweite und Genauigkeit. Express gibt Bonus aud Schaden und Feuerrate.

    Rechenbeispiel: 250 Punkte Munibonus + 1% Waffenuprade = 2,5% mehr Schaden// Feuerrate// Genauigkeit// Reichweite.

    Standardmunition hat keine Boni, es wirkt nur der Bonus der jeweiligen Waffenverbesserung.

    Holster - Verbesserung verringert die Waffenabnutzung um -10%.

    Munitionsgurt - Verbesserung erhöht die Kapazität um +50% für Gewehr / Pistole.


    Pferde:

    Unabhängig von der Rasse teilt das Spiel sie in Klassen ein. Rennpferde haben gute Werte in Geschwindigkeit und Wendigkeit. Streitrösser haben gute Werte in Gesundheit und Ausdauer. Mischformen, wie z. Bsp. der Mustang, sind ein Kompromiß aus beidem.

    Jedes Pferd hat außer diesen Basiswerten noch ein Vertrautheit- / Zähmungslevel. Es gibt vier Stufen. Mit jedem Levelaufstieg des Pferdes erwirbt es neue Fähigkeiten, verbessert die Basiswerte und steigert den Verkaufspreis.

    Aber auch Pferde, die schon Level 4 erreicht haben, können noch über Ausrüstung weiter verbessert werden.

    Pferdezubehör kann man in Ställen kaufen. Sättel und Steigbügel geben unterschiedliche Boni auf Geschwindigkeit und Ausdauer. Jeder Ausrüstungsbonus wird in Prozent zu den Basiswerten im Ringdiagramm hinzugerechnet. Verbesserte Sättel und Steigbügel können den Bonus sogar verdoppeln.

    Rechenbeispiel: Basis- Kernentleerungsrate -6% entspricht = 6% Ausdauergewinn + Verbesserung = 12% mehr Ausdauer


    Preisnachlaß ist abhängig vom Reputationswert. Ehre wird im UI als Balkendiagramm angezeigt. Ab ungefähr der Hälfte im weißen Bereich gibts 10% Rabatt in allen Geschäften.


    Ich hoffe, das war hilfreich! ;)

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  • Bugreport:

    Heute ist meine Stimmung etwas gedämpft. Ich hatte nämlich meinen ersten fiesen Bug!

    Leute, Leute ... zwei Jahre nach Release darf so was nicht mehr passieren!

    Zur Sache: Es handelt sich um einen Anzeigefehler beim Spieler- Outfit. Ich habe Arthur in einem Laden eine neue Jacke gekauft. Modell Späherjacke. In der Farbwahl habe ich nichts geändert, alles auf Standard gelassen. Trotzdem trat unterwegs in der Wildnis dann dieser Anzeigefehler auf.

    Dort, wo die Jacke sein sollte, gabs ein nerviges Flimmern und flackern oder der Bereicch wurde schwarz. Manchmal erschien auch das Gittermodell der Spielfigur.

    Lösung: Zurück zur eigenen Inventartruhe im Lager und das Outfit auf Starterkit zurücksetzen.

    Ärgerlich, weil das war raus geschmissenes Geld.


    Wildpferde: Das Thema stand ja auch noch aus, darüber wollte ich euch berichten. Auch das war enttäuschend.

    Ich entdeckte ein Tier, das mir besonders gefiel und probierte es zu zähmen. Nach 2 Versuchen hatte ich es geschafft. Ein hübscher brauner Mustang. Ich beschloß, das Tier zu behalten und brachte es auf Level 4. Es entwickelte unglaubliche Werte! Ich konnte quer über die halbe Map in vollem Galopp reiten, das Tier wurde nicht müde. Schießereien, Wolfsrudel? Es pflügte unbeeindruckt da durch, ohne dass ich in der Prärie landete. Unterwegs lobten mich immer wieder NPC, was ich für ein schönes Horse hatte. Also schaute ich doch mal ins Kompendium, was ich da eigentlich ritt.

    Zufällig hatte ich wohl ein äußerst seltenes Pferd erwischt. Um so enttäuschter war ich, als der Wert des Tieres im Stall auf gerade mal 20 Dollar kam. Weil es keine Papiere hat und man diese papers auch nicht nachträglich bekommt. Papiere gibts nur zu gekauften Pferden. Schade.


    Die Steuerung der Spielfigur finde ich in Städten und Siedlungen auch etwas nervig. Entweder wandert Arthur im Schneckentempo als ständiges Verkehrshindernis herum. Oder er rennt, was die NPC auch nicht gerne sehen. Ein Mittelding geht scheinbar leider nicht.


    In Beitrag 11 hatte ich den Rückwärtsgang bei Kutschen nicht gefunden. Auch daran kann man verzweifeln. Man muß die Brems- Taste nicht nur drücken - sondern halten. (auf der xbox RB)


    Spielbericht

    Weitere Abenteuer? Leider habe ich nicht viel zu berichten. Die Missionen, die ich gemacht habe, verlaufen nach wie vor linear. Manchmal übernimmt das Spiel sogar die Pferdesteuerung. Z. Bsp. bei der Befreiung von Shawn. Eigentlich eine schön actionreiche Mission, das Lager der Kopfgeldjäger auszuräuchern. Aber alles wieder so unkoordiniert und gehetzt, dass man keine Zeit zum Looten hat, so dass ich mit der Mission keinen Cent verdient habe.

    Mehr Spass hatte ich, nachdem ich (im freien Spiel) das letzte Versteck der Driscolls entdeckte. Eine reale Viertelstunde Spass mit dem Scharfschützengewehr. Die KI stellt sich gar nicht dumm an. Versucht dich zu umgehen, dir in den Rücken zu fallen, locken dich zu einem gut platzierten Maschinengewehr oder lauern hinter Türen. Das war eher nach meinem Geschmack, ein interessantes Katz und Maus Spiel.

    Hier noch ein interessanter Fact: Das Haupthaus des Camps ist nicht betretbar, alle Türen zu. Aber drinnen brennt ein lustiges Kaminfeuer und der Tisch ist gedeckt. Frustriert hab ich mit der Schrotflinte aufs Panoramafenster geballert - und siehe da - das geht kaputt und ich habe eine Einstiegsmöglichkeit. Drinnen wartet besonderer Loot, mehr verrate ich nicht. ;)

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    Edited once, last by KarlKompott: Rechtschreibfehler ().

  • Tief im Süden

    ... hatten mich meine Erkundungsritte hingeführt. Das Land war flach und überschaubar und vor allem - das Wetter war besser. Vom nasskalten Norden hatte ich erstmal genug. Hier war alles groß und weit ... und staubig. Allerdings hatte ich hier weniger Glück mit "Haushaltauflösungen". Auf den verstreuten Ranches hockten meist mißtrauische Rancher, die zuerst schossen und dann erst fragten, wer da zu Besuch kommt. Bis ich mitten im Nirgendwo einen Turm sah. Erst konnte ich mir dessen Funktion nicht erklären, doch beim näher kommen entpuppte sich der Bau als militärisches Bollwerk. Und schon ereilte mich wieder eine Cutszene, obwohl auch hier kein Marker war. Ein alter General fragte mich: "Nord oder Süd?" Die Auswahl wurde eingeblendet. Da ich aus dieser Richtung kam, klickte ich auf Nord. Der alte Zausel ließ darauf sein Gewehr sinken und informierte mich, dass Zivilisten nichts auf dem Bürgerkriegs- Schlachtfeld zu suchen hätten. Meine Spielfigur antwortete automatisch, dass dieser Krieg schon seit Jahrzehnten zu Ende war. Aber der Oppa glaubte ihm nicht und wartet weiterhin auf Ablösung. Cutszene Ende. Wie, das wars? Scheinbar ging es nur darum, die richtige Antwort zu geben, sonst hätte ich wohl den Deadscreen gesehen. Witzig.


    An der nächsten Kreuzung wartete bereits ein weiteres Event. Ein äußerst netter Mann sprach mich an, ob ich ihm helfe. Nette Leute sind mir selten begegnet, warum also nicht? Er wollte ja nur bis zur nächsten Siedlung. Doch wie er zu mir aufs Pferd klettert, wirft er mich runter und will davon reiten. Ich schaffte es gerade so, ihn herunterzuschießen. Ich war immernoch sprachlos über die Frechheit, mir mein geklautes Pferd klauen zu wollen. Wo ist der Sheriff, wenn man ihn mal braucht?


    Wo die Gesetzeshüter rum gammelten, sollte ich einige Zeit später erfahren. Abseits einer staubigen Straße standen sie Zigarre rauchend herum und sahen zu, wie 3 Häftlinge Steine klopften. Unweit dieser Idylle stand auch eine vergitterte Kutsche für den Transport der Gefangenen. Ich ritt näher heran. Und da die Wachen jetzt abgelenkt waren, überwältigten die Häftlinge ihre Bewacher und flohen. Die Knastkutsche habe ich versucht, beim Hehler zu verkaufen. Aber der meinte, die ist wertlos. Wieder was gelernt: Der zahlt nur für Zivilfahrzeuge.


    Aberdeen Pig Farm

    Dieses Gebäude wollte ich mir vor der Rückreise noch ansehen. Doch auf dieser Schweinefarm gabs kein einziges Schwein. Das machte mich schon stutzig. Auf der Veranda saß ein schmieriger Typ, der mir schon von weitem mit übertriebener Nettigkeit zurief: "Komm her, komm rein, mein Freund!" Mit übertriebener Freundlichkeit hatte ich bereits Erfahrung gemacht. Ich dachte an den Pferdedieb. Noch haben wir keine deiner nicht vorhandenen Schweine gehütet, also komm mir nicht mit "mein Freund!" Es hatte sich wohl einiger Ärger bei mir angestaut. Schießende Rancher, verkalkte Militaristen, Pferdediebe und eine Kutsche, die nix wert war. Kurz gesagt, ich ballerte den Schmierlappen einfach übern Haufen. Und aus der Tür kam brüllend eine Frau mit nem Schlachtermesser auf mich zu. Auch hier machte ich kurzen Prozess. Kann es sein, dass die hinter der Tür darauf gelauert hat, dass ich rein gehe? Gut, dass ichs nicht gemacht habe. Da hätt ich sie frontal und ihn im Rücken als Angreifer gehabt. Absolut chancenlos.

    Und als ich das Haus plündere, bekomme ich die Bestätigung, dass mein Präventivschlag gerechtfertigt war. Die Küche sieht aus wie eine Schlachterei und in den Schränken sind menschliche Überreste. Absolut creepy. Da habe ich nochmal Glück gehabt.


    Auf dem Rückweg begegnete mir mitten auf der Straße ein Häftling. Unschwer zu erkennen an den gestreiften Klamotten. Vielleicht gehörte der zu den 3 Geflüchteten, die ich zuvor beobachtet hatte. Der fragte mich einfach, ob ich ihm die Fußketten aufschießen kann. Na der hat vielleicht Nerven! Ich versicherte mich erstmal, ob auch kein potenzieller Zeuge in der Nähe ist ... und half ihm. Zum Dank gab er mir einen Einbruchstip (vielleicht eine Story für den nächsten Beitrag?) und zog seiner Wege. Außerdem gabs vom Spiel noch einen positiven Karma- Punkt. Ich verbuche das mal unter Ganoven- Ehre. Eine andere Erklärung habe ich nicht. ;)

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  • Lore - Roleplay - Background

    Man kann das Spiel auf zweierlei Weise spielen. Entweder als actiongeladenes Abenteuerspiel mit Fokus auf der Mainquest. Für diese Art Spieler dürfte dieser Beitrag eher uninteressant sein. Oder als Rollenspiel. In dem Fall kann man bei gemächlicher Spielweise viele Infos zu den Charakteren und ihrer Spielwelt zusammen tragen.


    Das Camp der Bande ist die erste Fundgrube, um mehr über die Begleiter zu erfahren. Fotos, Briefe, Tagebücher - dort erfährt man erste Anhaltspunkte zu den NPC. Aber auch das Belauschen von Gesprächen enthüllt zahlreiche Details. Ich schrieb dazu schon in den ersten Beiträgen. Ich fasse für Interessierte nochmal zusammen:

    Arthur ist von Kind an in der Bande. Zusammen mit Hosea der älteste Begleiter von Dutch. Er kennt nichts anderes. Für seine ehemalige Liebe zu Mary hätte er das alles hinter sich gelassen. Doch die heiratete einen anderen, war sich zu gut für Arthur.

    Hosea ist Arthurs Kumpel. Er ist ein altes Fossil vergangener Zeiten. Und er weiß es und sagt das auch oft.

    Reverend Swanson: Alkoholiker und verstoßener Gemeindepfarrer.

    Bill: unehrenhaft aus der Army entlassen.

    Pearson: ehemaliger Schiffskoch bei der Navy.

    John Marston: Auch er kam als Kind zur Bande und wurde zusammen mit Arthur "erzogen". Die beiden "Brüder" standen in ständigem Wettstreit.

    Strauß ist als Wucherer und Finanzbetrüger auch in der Bande bei seinem Beruf geblieben.

    Javier, ein mexikanischer Revolutionär, der wegen Hühnerdiebstahl gehängt werden sollte.

    Charles ist indianischer Herkunft, floh aus dem Reservat und fand bei der Gang einen neuen "Stamm".

    Die Lagerfrauen sind allesamt Dirnen, die schon mit so ziemlich jedem im Bett waren. Eine feste Zuordnung gibt es momentan nur bei Abigale und John. Wobei auch John ihren Sohn nicht als seinen eigenen anerkennt. Und auch Dutch macht seiner Molly klar, dass sie keinerlei Privileg bei ihm genießt. Anscheinend hat er zuvor schon Mrs Grimshaw mit einer anderen durch gewechselt.


    Dutch betrachtet sich und seine Gang als Weltverbesserer. Anfangs spielten sie noch Robin Hood und beraubten Reiche, um den Erlös an Arme zu verteilen. Doch da diese Art Philosophie von Chancengleichheit und Gerechtigkeit keine dauerhaften Früchte trug, verschrieb er sich einer anderen Vorgehensweise. Er beführwortet nun die völlige Anarchie, das Nichtanerkennen jeglicher Machtstrukturen und Regeln. Für ihn gilt nur noch das Recht des Stärkeren, Sozialdarwinismus in Reinkultur. Er begründet das in seinen Reden oft mit dem Naturgesetz von fressen und gefressen werden. Doch die Bande bemerkt, dass sich etwas verändert hat, sie zu gewöhnliche Dieben und Mördern verkommen sind. Das sorgt für Zweifel an Dutchs Führung, die er mit großartigen Reden von grenzenloser Freiheit zu übertünchen versucht.

    Die Welt des wilden Westens hat sich verändert. Und alle Bandenmitglieder wissen es. Vielleicht auch Dutch. Aber er will es nicht wahr haben, spinnt weiter an seinem Traum vom angestrebten Paradies.


    Meine Erkundungsritte über die Map sind wie eine Reise durch die Entwicklungsgeschichte der USA. Angefangen vom Startgebiet in der menschenleeren Wildnis, dem Überlebenskampf des Einzelnen in der Natur. Dann die ersten kleinen Siedlungen, die den Indianern das Land entrissen haben und so etwas wie ein Sozialwesen aufbauen, um in der Gemeinschaft besser zu überleben.


    Ich finde, daß die eigentlichen Ureinwohner dieses Landes viel zu wenig thematisiert werden. Man sieht nur einen kurzen Einspieler vor Horseshoe Overlook. Ich weiß nicht, ob da noch was kommt, bin erst in Kapitel 2. Aber das wäre schon sehr "amerikanisch", dieses Thema möglichst zu vermeiden.


    Je weiter ich auf der Map reite, um so mehr geht es in Richtung Zivilisation. Die (kampf-) schwachen Siedler bezahlen Gesetzeshüter, Kopfgeldjäger und Privatagenten, um Ruhe vor den Banden und ihren Warlords zu haben. Dutch würde sagen, sie opfern ihre Freiheit für Sicherheit.

    Und dann kommen die ersten Städte mit ihren Spekulanten und Monopolisten. Ladenketten, Bahnen und Fabriken mit den stets gleichen Namen. Hier entsteht eine Machtelite, die nicht auf Stärke basiert, sondern auf Geld - die aber genauso skrupellos ist, wie die Gangsterbanden. Ungezählte Arbeitsdrohnen sind von dieser Handvoll Leute abhängig. Übermäßiger Reichtum einiger weniger, produziert die Armut von vielen.


    Das diese Entwicklung Dutch und seinen Leuten nicht gefällt, kann ich sogar nachvollziehen. Doch die Zeit läßt sich nicht zurück drehen. Die neue Elite hat Heerscharen von Handlangern. Die Zeit der Banden ist abgelaufen. Zu sehr sind die verbliebenen Outlaws in eigenen Rivalitäten verstrickt.

    Ich kann jetzt nur Vermutungen anstellen - ich weiß ja nicht wie das Spiel ausgeht - aber ich denke, entweder geht die Bande am Ende drauf. Oder sie schaffen den Absprung zum gesetzestreuen Bürger. ;)

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  • Rhodes

    Die Stadt im Süden hatte ich schon viel eher entdeckt, aber da hat mir der Chef ja seine NPC hinterher geschickt, weil er ne Quest für mich hatte. Die hat er übrigens immernoch. Aber er hats wohl aufgegeben, mich zu nerven. Denn schon aus Trotz habe ich erst alle anderen Quests erledigt.

    Diesmal wollte ich mir die Stadt genauer ansehen. Viel gabs nicht zu beschauen. Ein verschlafenes Südstaatenkaff mit Bewohnern, die keine Fremden mochten. Unflätige Bauerntrampel, die mich als Yankee beschimpften. Hätte nicht gedacht, dass das Spiel meinen Kleidungsstil registriert.

    Also besuchte ich zuerst den General Store und kaufte mir einen zünftigen Wildlederfrack. Der verlor auch nicht (wie der zuletzt gekaufte) schon vor der Ladentür seine Farbe. Jetzt war ich zwar kein Yankee mehr, aber immernoch der Fremde. Ich ließ die Hinterwäldler schimpfen und sah mich weiter um. Es gab nur noch einen Waffenladen und einen Saloon. Traurige Auswahl. Ich wählte den Saloon. Endlich eine vernünftige Mahlzeit und ein Bad. Aber dazu sollte es nicht kommen. Am Tresen schon wieder das selbe Gemecker. Und schon haut mir ein Lemoine- Gangster, der hier offensichtlich geduldet wird, die Bierflasche aus der Hand und fängt ne Prügelei an. Drei andere Einwohner mischen mit und langsam wirds eng für mich. Doch gerade, wie ich den letzten zu Boden haue, sticht mir einer von hinten ein Messer in den Rücken --- game over!!! Mann war ich sauer!


    Die Vorliebe der Spielemacher, wirklich überall diese Prügelattacken einzubauen, geht mir dermaßen auf den Sender. Mit den Schießeisen habe ich mich inzwischen angefreundet, obwohl das in diesem game auch schon halbe Wissenschaft ist. Aber dieses sinnlose Buttonmashing nervt einfach.


    Zumindest hatte ich jetzt ein neues Ziel, nachdem ich die ODriscoll- Bande besiegt hatte: Die Lemoine- Bastarde. Gleich nach meiner "Wiedergeburt" ging ich auf die Suche. Ich durchkämmte systematisch die Gegend und ballerte jeden, den ich von den Brüdern erwischte, gnadenlos übern Haufen. Die Lager waren besonders lohnend. Denn oft fand ich bespannte Kutschen, die ich danach beim Hehler verticken konnte. Ich nahm gehörig Rache und verdiente dabei noch ordentlich Dollars. Die Lagerkasse unserer Bande klingelte, dank meiner großzügigen Spenden. Die ersten Unterkünfte wurden ausgebaut und plötzlich hatte keiner mehr etwas gegen meine ständigen Ausflüge.


    Nun hatte mich der Ehrgeiz gepackt und ich dehnte meine Reisen noch weiter südlich aus. Dort stieß ich auf eine sumpfige, fast schon tropische Gegend. Im Mangovendickicht lauerten Krokodile, Nebel der die Sicht erschwerte. Ich wurde von Alligatoren und Wildschweinen angegriffen und von Schlangen gebissen. Erstere vertrieb ich durch wüste Schießereien, letzteres überlebte ich nur, weil ich zufälligerweise das Gegenmittel (Ginseng) dabei hatte. Eine unangenehme Gegend. Hier war für mich erstmal Schluß.


    Zurück im Norden - Waltons Hütte

    Ein entfleuchter Sträfling, dem ich half (Beitrag 17), gab mir einen Einbruchstip. Also machte ich mich nun auf den Weg. Besagte Hütte lag schon fast in den Bergen und so war es abend, als ich da ankam. Von außen sah alles ruhig und beschaulich aus. Deshalb ging ich einfach rein. Doch drinnen saß eine alte Frau im Lehnstuhl. Ich wollte mich schon verkrümeln und warten, bis sie schläft. Aber die tat, als ob sie auf mich gewartet hätte. "Bring in den Keller, was du dabei hast" sagte sie. Ich dachte noch "hä, ist die verkalkt?", ging aber brav in den Keller.

    Hier sah ich den Grund, warum sich ein Einbruch lohnt. Hehlerware, Schwarzgebrannter und Waffen. Ich stopfte mir die Taschen voll und suchte mir eine schöne Pumpgun aus.

    Doch als ich oben ankam, hatte Omma die Brille aufgezogen und starrte mich wütend an. "Du bist keiner von unseren Handlangern!" schimpfte sie und warf mit Obst und Geschirr nach mir. "Warte nur, ich hole meine Söhne!" zetert sie weiter. Eher belustigt verließ ich die Hütte mit meiner Beute und sah, wie auch sie sich auf die Socken machte.

    Ich übernachtete auf einer nahen Wiese. Und am morgen schlich ich nochmal hin. Was soll schon passieren? Wenn die Söhne nach der Mutter kommen, werden sie auch nur mit faulem Obst werfen. Es kam anders. Meine Lauschaktion am Fenster offenbarte, dass die 3 Söhne gesuchte Mörder und gerade von einem Bankraub zurück sind. Anstatt höflich anzuklopfen, schoß ich kurzerhand mit der Schrotflinte auf die Tür. Die Tür öffnete sich und ich erwischte alle drei. Dann schnappte ich das Geld vom Bankraub und verschwand. ;)

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  • Ein Pferde- Guide?

    Ja, in diesem Beitrag gehts vorrangig um Pferde. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich immernoch in Kapitel 2 rum eiere. Natürlich könnte ich schon viel weiter sein. Aber ich bin ein alter Knacker und brauche eine gewisse Einarbeitungsphase. Außerdem möchte ich so viel wie möglich von den angenehmen Seiten des Spiels mitnehmen. Und das ist nunmal für mich die open world. Ich nehme mal an, im nächsten Kapitel zieht der Schwierigkeitsgrad nochmal gehörig an. deshalb koste ich das momentan aus. Aber keine Bange, die Gegend ist so gut wie "abgegrast".


    Das größte Problem sind für mich die Quicktimeaktionen, die von den Machern in fast jeder Quest (auch sidequests) eingebaut wurden. Da merkt man, dass das Spiel eher für junge Leute mit gehörig Reflexen gemacht ist. Inzwischen mache ich schon einen Bogen um jegliche Sidequests und sonstige Aktivitäten. Das bringt fast nie Geld, höchstens etwas Ehre und jede Menge Ärger oder virtuelles Ableben. Die Ehre bekommt man wesentlich schneller und einfacher, wenn man 1x durch eine Stadt reitet und jeden NPC freundlich grüßt. Und Geld? Auch kein Thema, man muß nur etwas Zeit mitbringen. Geld liegt in der RDR2- Spielwelt förmlich auf der Straße. Besser gesagt in verlassenen Gebäuden. Natürlich meist in Form von zurück gelassenem Trödel, den man beim Hehler verticken kann. Wer weniger Skrupel hat (die Spielfigur ist schließlich ein Ganove), kann auch bewohnte Häuser ausräumen. Das sollte man dann lieber nachts machen, wenn die NPC schlafen. Oder man schleicht sich tags hinein, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen.


    Durch meine gemächliche Spielweise habe ich mehr Geld in der Geldbörse, als die Bande in ihrer Gemeinschaftskasse. Und das, obwohl ich mir jede mögliche Verbesserung für Waffen und Ausrüstung selber bezahlt habe. Man kann nämlich auch Dinge als Questbelohnung erhalten. Brandmuni, Giftpfeile oder einzigartige Waffen. Ich habe dankend verzichtet. Das Zeug kann ich auch legal im Laden oder beim Hehler kaufen - und kann es sogar upgraden, was mit den einzigartigen Items nicht geht.


    Nun zu den Pferden. Na endlich, Karle, du alter Dampfplauderer. Pferde sind richtig teuer ... wenn man sie kauft. XD

    Selbst im Tutorial- Stall stehen schon Rösser für über 400 Tacken. In diesem Spiel sind 50 Dollar aber schon ein kleines Vermögen.

    Jetzt könnte man auf so einen Paradegaul sparen, mit genügend Geduld bekommt man das durchaus zusammen. Aber das sind keineswegs die besten Rösser im Spiel. Die Ställe, wo es die richtig tollen Tiere gibt, werden erst nach und nach mit dem Spielfortschritt freigeschaltet. Das finde ich auch gut so, damit man später noch etwas hat, worauf man sich freuen kann.


    Aber man will ja auch nicht mit dem Startpferd durchs halbe Spiel. Die Werte sind allerdings gar nicht so schlecht. Gut, es ist nichts besonderes, doch es gibt auf die durchschnittlichen Werte jeweils einen Punkt Anfängerbonus. Damit ist nur dieses Startpferd besser, als alle seiner Klasse. Ich habe es gegen ein Rennpferd getauscht und meine (gerade zu anfang) kläglichen Ersparnisse draufgelegt. Weil ich dachte, es ist eine Tutorialaufgabe. :lool563:

    Doch man kann auch ablehnen.


    Es gibt aber noch eine Variante, wie man günstig zu einem Reittier mit exzellenten Werten kommt - Wildpferde zähmen.

    Dazu gibts inzwischen genug Guides und viele schwören auf Araber als bestes Pferd. Ich kann das nicht bestätigen, denn das stimmt nur zum Teil. Die meisten schauen nur auf die Werte im "Fahrzeugbrief". Geschw., Ausdauer, etc. Aber es gibt noch einen Wert, der nirgends aufgeführt wird. Zuverlässigkeit. Mein Rennpferd mit Stufe 6 in Geschw. ist fast so schnell wie der Araber mit Stufe 7 - aber nur halb so nervös. Und selbst das hat mich mal in ein Gefecht zwischen Puma und Grizzly hineingeworfen. Ging nicht gut aus. Der einzige, der überlebte, war das Pferd. :thumbup:

    Solche Situationen passieren im Spiel zuhauf. Da habe ich doch lieber ein ruhiges und zuverlässiges Tier.

    So ein schneller, aber extrem nervöser Araber lohnt sich nur, wenn man das Spiel bereits kennt und weiß, auf welchen Missionen es auf den Geschwindigkeitsvorteil ankommt. Für 08-15 Spieler, die meist durch die open world zockeln, ist ein Reittier mit ausgeglichenem Naturell besser geeignet.


    Es ist machbar, für jeden Zweck das geeignete Pferd am Start zu haben. Jeder Spieler hat am Anfang vier Stellplätze im Stall. Das ist nicht nur gut für Missionsperfektionisten und Trophy- Jäger. Sondern eignet sich auch als Handelsposten, wenn man mit Pferden handeln möchte. Gestohlene und Wildpferde erzielen beide den gleichen Maximalpreis, weil sie keine Papiere haben. Der Preis orientiert sich je nach Klasse lediglich an Level und Zustand. Seltene Pferde wie Mustang oder Halbblut bringen auf Level 4 und gut gepflegt ca. 26 Dollar. Durchschnittspferde wie Kentucky oder Morgan ca 14 Dollar.

    Playground XBox One S: CPU 8-Core Jaguar 1,75GHz / RAM 8GB DDR3 / GPU 12 CUs (914MHz) 1,23TF / HDD 1TB intern / SSD 5TB extern

    --- --- ---- --- History Gameplay --- I am a Knight, my home is my Castle! --- - Be or not to be, thats the question --- --- --- ---