Posts by Yosh

    Liebe Community.


    Ich versuche in meiner Stadt Aspethera seit nunmehr wohl 3 Jahren möglichst viele deutsche bis mitteleuropäische Städtebau-Themen - dies möglichst authentisch - zu simulieren. Die gewachsene mittelalterliche Altstadt, die geplante barocke Stadt, die gründerzeitliche Blockrandbebauung, die offene Zeilenbebauung, die Großwohnsiedlung, DDR-Plattenbau, Neubausiedlungen der Neuen Moderne, Einfamilienhaussiedlungen, Altindustriegebiete, Hafengebiete, Gewerbegebiete undundund. Eine intensive Beschmückung mit Props etc steht weniger im Vordergrund.


    Ein städtebauliches Detailthema ist sog. Konversion von (ehemaligen) Kasernenanlagen. Überwiegend im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts entstanden, lagen diese zum Zeitpunkt der Errichtung vielfach vor der Stadt. Man hatte vor der Stadt ausreichend Platz um Mensch (Soldaten), Wehrtechnik (Fahrzeuge, Geschütze etc.) und anfangs auch Getier (Pferde) unterzubringen. Entstanden sind vielfach weitläufige Anlagen. Allerdings als Gated Communities - da nur für Soldaten und erforderliches Personal zugänglich. Über die rund 100 Jahre haben sich die Städte in Folge der Verstädterung ausgebreitet - sind um die Kasernenanlagen herumgewachsen. Somit stehen die Kasernen heute vielfach mitten in der Stadt.


    In Folge der politischen Verschiebungen der 1990er und folgenden Jahre und Jahrzehnte sowie der fortschreitenden Veränderungen der Wehrtechnik hat sich der Bedarf an Kasernenanlagen deutlich reduziert. Kasernen werden freigezogen, Zäune und Mauern abgerissen und die Areale für eine zivile Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Entstanden bzw. in der Entstehung begriffen sind städtebaulich und architektonisch spannende Projekte aus Alt und Neu, Arbeiten und Wohnen. Dies möchte ich in meiner Stadt Aspethera ebenfalls simulieren.


    Ich habe vor einem Jahr angefangen ein Konversions-Beispiel zu suchen, dass sich auf meinen alltäglichen oder beruflichen Wegen befindet (ich also nicht extra hinfahren muss). Sich auch bzgl. der Geschosszahl in das Umfeld des in Aspethera vorgesehenen Standorts einfügt. Ferner wollte ich möglichst auch Baumaterialien umgehen, die im Kanon der deutschen wie mitteleuropäischen Assets eher selten sind. Daher kein münsterländer Klinker und auch keinen roten Sandstein aus dem Rheingau etc.


    Diesbezüglich fündig geworden bin ich in Berlin. Konkret in Berlin-Karlshorst. Ein im Neoklassizismus errichteter Gebäudekomplex aus den Jahren 1936-38. Diese wurde in den Folgejahren durch die deutsche Wehrmacht als Pionierschule I genutzt. In den Nachkriegsjahren wurde es durch die sowjetische Armee sowie den KGB genutzt. Nach dem vollständigen Abzug der Sowjetarmee und des KGBs im Jahr 1994 stand das Areal 16 Jahre lang leer und verfiel zunehmend. In den Jahren 2010-14 wurde die Gebäude nach und nach saniert, neue Wohnhäuser errichtet. Das gesamte Gelände steht inzwischen unter Denkmalschutz, da es als letzter originär für die Deutsche Wehrmacht errichteter Stützpunkt gilt.


    Die Anlage in Karlshorst besteht primär aus einem Hörsaalgebäude, Pförtnerhäusern sowie ursprünglich 4 Haustypen zur Unterbringung der Pionierschüler. Während sich die Assets von Hauptgebäude und Pförtnerhaus sehr nah an den Originalen bewegen, sind zwei exemplarisch kreierte Nebengebäude hinsichtlich der Fenster und Eingänge ein wenig freier umgesetzt.


    Analog dem Vorbild in Karlshorst, habe ich in Aspethera Motive der städtebaulichen Gestaltung sowie der verkehrlichen Erschließung übernommen. Vermischt habe ich die ehemaligen Kasernenbauten - man erkennt diese an den braunen Dächern - mit modernen Wohngebäuden. Soweit der Workshop analoge Haustypen hergibt.




    Besondere Freude hatte ich an dem Hauptgebäude (Hörsaalgebäude) mit seinem markanten Portalbau auf der Frontseite sowie hier der Rückseite mit der Uhr in der Fassade und den diversen Einzelbalkonen.




    In der Umnutzung der Freiflächen zwischen Kasernenbauten sind hofartige Grünflächen ein sich wiederholendes Element in der Konversion. Hier - wie in Karlshorst - wird eine Hoflage als Spielplatz genutzt.




    Die Grünflächen zwischen den Gebäuden sind aufgeräumt aber extensiv gestaltet. Die Grünflächen sind vielfach öffentlich genutzt. Private (Mieter-)Gärten sind eher die Ausnahme. In Karlshorst haben Mülleimer eine subtile Dominanz.




    Über den ehemalige Haupteingang erfolgt auch in der heutigen Zeit die Haupterschließung. Zwei Wachen (Pförtnerhäuser) stehen sich gespiegelt gegenüber. Markant die langen Balkone am Hauptgebäude. Um das ehemalige Hörsaalgebäude für eine Wohnnutzung zu qualifizieren, wurden sämtliche Balkone erst im Rahmen des Umbaus und der Sanierung angebaut.




    Sveniberlin hat die Illuminationen erstellt sowie mir Funktion und Handhabung der Alphamap (macht hier die Geländer durchsichtig) beigebracht. Sveniberlin stand mir zudem mit Korrekturvorschlägen etc zur Seite. Rapha stand mir mit Tipps zur Verfügung. Euch vielen Dank!



    Lieben Dank an user, der mich bzgl der Motivation etc zur Errichtung dieses Sets befragt hat. Daher fällt die textliche Erläuterung dieses Mal umfangreicher als üblich aus.





    Hauptgebäude

    https://steamcommunity.com/sha…id=1971321876&searchtext=


    Nebengebäude 1

    https://steamcommunity.com/sha…id=1971343250&searchtext=


    Nebengebäude 2

    https://steamcommunity.com/sha…id=1971355211&searchtext=


    Wache

    https://steamcommunity.com/sha…id=1971361869&searchtext=

    Sehr schön Flo8472 . Funktioniert.


    Ggf. fehlt noch eine in einem größeren Bogen geführte Tangente (Autobahn?), die diesen Stadtbereich vor Durchgangsverkehr schützt...

    Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung Gun155! Ich hatte mich in den wenigen freien Stunden über die Feiertage auf den Assetbau konzentriert. Zum Wochenende habe ich aber mehr Zeit, Insbesondere die Curb Props 2 und die Pavement Curbs werde ich mit noch einmal genauer ansehen.


    Von den Curb Network werde ich wohl die Finger lassen müssen. Ich habe das "Net Nodes"-Limit zu faktisch 99,9 % aufgebraucht.

    Vielen Dank für den Test, die Rückmeldung Gun155. Ich bin selber noch nicht dazu gekommen, es zu testen. Werde es aber in den nächsten Tagen einmal nachholen.

    "Das sieht bei dir immer so aus, als wenn du genau auf dieses Asset gewartet hättest" Vielen Dank für die positive Rückmeldung Holli65. Es ist tatsächlich so, dass ich - und das von Anfang an - an vielen Standorten gewisse Gebäude bzw. Gebäudetypen einplane, die es noch gar nicht gibt. Somit entsprechende Plätze genau dafür freihalte. Somit kann ich hier und da viele neue Assets - mit manchmal mäßigem Aufwand - nachträglich recht einfach einfügen.


    Vielen Dank auch für Deine aktuellen Screenshots. Vom Ambiente einer Innenstadt/Altstadt gefällt mir das zweitletzte Screenshot besonders gut. Mach weiter so!


    Ansonsten vielen Dank für die Verwendung meines Lehrstücks Canaletto-Haus Pirna! :-)

    Lieber sveniberlin.



    Vielen Dank für die tolle Neujahrsveröffentlichung. Mir gefällt das Gebäude mit diesen ganzen Hauptstadtnamen sehr gut. Sehr gelungen auch die Technik auf dem Dach, die Du selber erstellt hast.




    Ich weiß, dass - auch noch heute - wenn Steinmetze hoch oben in den Kirchtürmen Reliefs sanieren o.ä., sie vielfach die Konterfeis ihrer Familienmitglieder, den Trainer ihres Lieblingsvereins o.ä. einbauen. Wissen sie doch, dass bei einem kleinen Relief in einer Höhe von 50 m oder mehr ohnehin keiner so genau hinschaut. Vor dem Hintergrund wäre bei dieses Asset eigentlich zu erwarten, dass Du zwischen den ganzen Hauptstädten heimlich den Namen Deiner Heimatstadt eingefügt hast... ;-)


    In Aspethera habe ich Dein InterCityHotel gleich an zwei Stellen eingefügt. Einmal - analog zum Original am Flughafen in Schönefeld - am Flughafen von Aspethera. Hat es doch eine ähnliche Kubatur, harmoniert es m.E. sehr gut mit den benachbarten Büro-/Verwaltungsgebäuden .




    Da es ein InterCityHotel ist, gehört es natürlich auch an den größten Bahnhof der Stadt. In einen Kontext mit weiteren größeren Solitärbauten sowie mit dem Mercure einem weiteren Hotel von Dir.




    Vielen Dank!

    jetzt noch ein paar Bilder vom "Originalschauplatz"

    Sehr schön, dass Du ein paar Screenshots zeigst, wie Du die Hauptfeuerwache bei Dir inszenierst!


    Was hast Du denn für ein Asset/Mod für die Grünstreifen verwendet? Ich hatte einmal ähnliches(?) getestet. Wobei mir der hohe Tris-Wert ein wenig Sorgen gemacht hat...

    Sveniberlin vielen Dank für sein neuestes Asset Hauptfeuerwache Mannheim. Ein sehr schöner, moderner und vor allem urbaner Gebäudekomplex. Wie bei sveniberlin üblich, eine sehr gute, sehr authentische Umsetzung.


    Der besondere Clou des Assets sind die gläsernen Fahrzeughallen. Diese Durchblicke in den Innenhof bzw. umgekehrt zulassen. Sveniberlin sich zudem auch immer sehr viel Mühe um Beleuchtung und nächtliche Illuminationen macht.




    Analog zur Situation in Mannheim, habe ich in Aspethera eine offene, eher diffuse Gewerbegebietssituation an einer Hauptverkehrsstraße gesucht. Hier im Übergang von Industrie/Gewerbe zu einem Freizeit- und Tourismuszentrum an der Küste von Aspethera.




    Der Hauptfeuerwache gegenüber liegt das Trainingszentrum des hiesigen Fußballvereins. Die unbebaute Fläche macht das Gebäude auch über eine größere Distanz sichtbar. In Ruhezeiten sieht man immer wieder Feuerwehrleute mit Kaffeetassen in den Fenstern sitzen und den Trainingsbetrieb auf der gegenüberliegenden Straßenseite beobachten.




    Hier kann man am Horizont sveniberlins "Hotel Seilet" am Stand von Aspethera sehen. Sicherlich eines seiner erfolgreichsten Assets von ihm in diesem Jahr.




    Vielen Dank sveniberlin für ein erneut großartiges Asset! Vielen Dank Gun155 für sein Engagement in diesem Forum und der Unterstützung der Assetbauer und Glückwunsch zu diesem Asset aus seiner Heimatregion!

    "den Eingangsbereich auch mit Glasscheiben zu erstellen, da ich denke, dass es komisch aussehen könnte neben den Garagen,"

    Ich kann Deinen Gedanken nachvollziehen. Irgendwie war der Unterschied schon auch augenfällig.


    Ein faktisch leerer Eingangsbereich/Empfang/Treppenhaus ist/wäre aber auch suboptimal. Ein Fahrstuhlturm o.ä. würde den Bereich sicherlich füllen. Das wäre sicherlich besser. Aber macht "besser" es auch gut...?