Electronic Arts wurde verkauft
So, nun ist es beschlossen, EA wurde an ein staatliches Investmentfond von Saudi Arabien und die Investmentfirma des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner verkauft.
Ab sofort wird EA zur Black Box: Denn künftig hat das Königreich Saudi-Arabien das Sagen beim Hersteller von EA Sports FC 27, Battlefield 6, Madden NFL, Die Sims und Apex Legends. Der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) hält fast alle Anteile eines Konsortiums, das den Spiele-Hersteller für 55 Milliarden Dollar übernommen hat.
Langzeit-CEO Andrew Wilson – der mit einem Salär von zuletzt fast 39 Mio. $ zu den bestbezahlten Managern der Branche zählt – wird das Unternehmen weiterhin führen.
Electronic Arts: Einer der größten Games-Arbeitgeber in NRW
Die Transaktion hat weitreichende Folgen für den Gesamtmarkt – schließlich zählt Electronic Arts zu den weltweit bedeutendsten Computerspiele-Herstellern. Mit EA Sports FC & Co. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 7,5 Mrd. $ (ca. 6,6 Mrd. €) eingespielt.
Als Damoklesschwert gilt insbesondere der Faktor Fremdkapital: Denn der Deal wurde mit Verbindlichkeiten über 20 Mrd. $ geschultert, die unter anderem über Kostensenkungen erreicht werden sollen. Analysten und Branchenbeobachter erwarten daher Einschnitte bei Belegschaft und Portfolio sowie eine aggressivere Monetarisierung.
Electronic Arts unterhält seit 2001 auch eine deutsche Niederlassung in Köln, die zwei Jahrzehnte lang für Vertrieb und Vermarktung des Portfolios zuständig war und mittlerweile ausschließlich als konzerninterner Dienstleister auftritt. Mit 140 Beschäftigten im Kölner Rheinauhafen gilt das Unternehmen neben Ubisoft als größter Arbeitgeber der Games-Branche in Nordrhein-Westfalen.