Beiträge von Dragondeal

    Wie schon an anderer Stelle gesagt, alles in allem ein gutes Spiel, hier jetzt eine etwas genauere Aufschlüsselung, wo es noch etwas hakt:

    Technik:

    • Ein paar Clippingfehler,ein paar Ruckler, zwei- oder dreimal ist mir das Spiel auch hängengeblieben; alles in allem nichts, was den Spielspaß großartig trübt. Abstürze können allerdings ärgerlich werden, wenn man die Variante mit nur einem Spielstand wählt.
    • Die Grafik ist ok, ich würde sie mal "dem Preis angemessen" bezeichnen, beides ist nicht AAA.

    Steuerung

    • Die Kamera ist leider nicht so frei, wie sie sein sollte. Dadurch kann man z.T. nicht sehen, ob ein Charakter von seiner neuen Position aus Sicht auf das gewünschte Ziel hat und wenn ja, mit welcher Trefferwahrscheinlichkeit.
    • Wählt man einen Charakter aus, zeigt sich ein Auswahlring mit den möglichen Aktionen. Aufgrund des Kamerawinkels ist der aber auch gerne mal im Weg, so dass man erst eine Aktion auswählen muss, damit der Ring verschwindet, und diese Aktion dann ggf abbrechen muss.

    Gameplay

    • Es ist schon eine arge Mangelverwaltung. Man kann nicht alle Missionen und Einsätze spielen, man kann nicht alle Fertigkeiten der Charaktere bis zum Ende steigern, man kann nicht Stützpunkt und Ausrüstung voll ausbauen - unabhängig vom Schwierigkeitsgrad. Erhöht man letzteren, wird es noch enger, weil man dann (wahrscheinlich) deutlich mehr Ressourcen in die Wiederherstellung (oder Rekrutierung) von Charakteren stecken muss. Da die Hauptkampagne aber anscheinend(!) nur einen Weg zum Ziel kennt, fehlt ein wenig die Motivation, am Ende alles durchzuprobieren, um eben den besten Weg bei maximaler Schwierigkeit zu kennen. Das müsste man sich in mehreren Durchläufen erarbeiten, es dürfte weniger ein "erspielen" sein.
    • Sichtlinien sind nicht ganz klar. Überwacht man z.B. einen Bereich während des Zuges der Gegner, kann man auf einen solchen schießen, hat dann aber während des eigenen Zuges plötzlich keine Sichtlinie zu genau dem Gegner an genau der Position (und umgekehrt).
    • Alle Spielmechaniken werden nur oberflächlich erklärt. Erhöhrt man den Schaden einer Waffe z.B. durch Mods um +1, hat das im Spiel (viel) größere Auswirkungen. Welche genau - keine Ahnung.
    • Im Vorfeld von Missionen fehlen ein bisschen die Infos, womit man es genau zu tun bekommt. Man hat also kaum Anhaltspunkte, um Team und Ausrüstung entsprechend anzupassen und geht deswegen zumeist mit dem "Standard-Paket" in die Missionen.
      • Hat man z.B. einen kleineren Kampfbereich mit vielen Abgrüunden, würden sich Charaktere anbieten, die den Gegner wegstoßen können. Bekommt man es mit vielen B1-Droiden zu tun, würde es sich anbieten, einen Char mehr mit Pistolen auszustatten, während man gegen Gegner, die nach jedem Angriff Verteidigung aufbauen, eher mit maximaler Feuerkraft angegangen werden müssten usw.
    • Die Balance der Charaktere kommt mir gut vor, weitestgehend hat jeder seine nützlichen Stärken. Einzig die Mandalorianerin sticht heraus, die ist eigentlich ein Muss auf jeder Mission; während es fraglich ist, ob die Unterstützungsfähigkeiten von Droiden ausreichen, um die mangelnde Kampfkraft auszugleichen.
    • Man kann die Charaktere zu Kampfbeginn nicht selber positionieren, was manchmal recht ärgerlich ist - wenn z.B. der Nahkämpfer ganz hinten steht und der Scharfschütze in maximaler Entfernung zur nächsten erhöhten Position startet.

    Story

    • Interessante Story mit ein paar netten Twists, aber eben doch gradlinig, was den Wiederspielwert mindert.

    Atmosphäre

    • Ganz klar das größte Plus des Spieles, im Zusammnenspiel mit dem Soundtrack sehr starwars-like. Die Gespräche zwischen den Missionen sind mal nachdenklich, mal passend humorvoll, die Charaktere haben interessante Geschichten. Gerne mehr davon.
    • Vor manchen Missionen kann man man in Schulterperspektive durch ein Areal bewegen und ein wenig Erkundung betreiben. Leider sind die Bereiche arg schlauchartig und bis auf ein paar Informationen (eine Art Währung für Dinge zwischen den Missionen) oder etwas Vorbereitung (eine Art Währung, über die man Spezialfertigkeiten während der taktischen Kämpfe einsetzen kann), kommt dabei nichts rum. Da hätte man deutlich mehr rausholen können.

    Über die Frage, ob die Bezeichnung "kostenlos" zutreffend ist, kann man natürlich trefflich streiten. Das die Herstellung eines Spieles irgendwie finanziert werden muss, ist offensichtlich. Was mich ankekst ist der Spruch von den verschleuderten Gebühren, weil er zumeist aus der einen oder anderen extremistischen Ecke kommt. Und selbst, wenn er das nicht tut, befeuert und bestätigt er extremistische Positionen. Und das ist mir immer einen Dislike wert.

    Heißt zwar DLSS, ist aber im Prinzip etwas anderes. Das 5er gilt rein der Qualitätsverbesserung, deswegen frisst es soviel Leistung. Soll aber mit Upsamplern und ähnlichen Beschleunigern kompatibel sein.

    DLSS 5 im Check: Warum es so umstritten ist und was die Community schon nutzt
    Was DLSS 5 in Spielen bringt: Die Technik ergänzt Licht, Schatten und feine Details per KI und läuft inoffiziell schon auf vielen RTX-GPUs.
    www.pcgameshardware.de

    Von mir dazu nur ein gechilltes "Ja, und?". Ihr spielt auch Ubisoft Spiele, da hängt Tencent satt drin und die Chinesen sind bestimmt nicht demokratischer und auf Einfluss aus. Zudem ist auch die Geschichte Ubis voller leerer Versprechen und verhunzter Releases. Kommt hier so vor, dass hier der ein oder andere bewusst blind auf einem Auge ist.