Posts by Dragondeal

    Schade aber auch, dennoch bisher eine tolle Saison von Union. Anders sieht es ja beim anderen Berliner Club aus, aber in gewisser Weise war das zu erwarten. Labbadia kann irgendwie keine zweite Saison, immer wieder gelingt ihm eine rettende Halbserie, aber auf längere Sicht scheint sein Konzept nie zu funktionieren. Trotzdem bin ich nicht davon überzeugt, dass die Personalwechsel fruchten werden.

    So ist es doch immer, oder? Ich denke nicht das die Entwickler bestimmen, wann es erscheint. Es sind immer die Geldgeilen Chefetagen schuld. Die können halt nicht genug Geld haben. Die wollen immer mehr mehr mehr mehr mehr mehr mehr und dafür scheißen sie wohl auch gerne auf ihre eigene Firma. Glaube das nennt man Kapitalismus und das Problem lässt sich nicht so einfach lösen.... Die Leute kaufen sich ja auch keine Aktien, weil die Entwickler schöne Spiele machen, sondern weil sie Spiele machen, die viel Geld einbringen.

    Oben wurden halt noch "die Investoren" schuldig gesprochen. Im Übrigen passt das Argument nicht, dass "die Chefetage" ganz geldgeil immer mehr will und dabei auf die eigene Firma scheißt, wenn ihr Reichtum direkt abhängig vom Wert dieser Firma ist. Im übrigen ist der Studiochef Adam Badowski auch Mitglied im Vorstand, ohne aber Großaktionär zu sein und spätestens der dürfte wissen, wie es um das Projekt steht. Natürlich hat Geld eine dicke Rolle dabei gespielt, wann das Spiel veröffentlicht wird, aber wenn ich sehe, dass Version 1.1 gerade mal das "Fundament für die kommenden Patches" sein soll, dann kann man sich vorstellen, wie weit man von "fertig" tatsächlich noch entfernt ist, und dann ist das Veröffentlichungsdatum eher eine Frage von "den Schaden klein halten" anstatt von "jeden Cent rauspressen". Zudem scheint es mir dabei so, dass die Chefs dort die Folgen insbesondere bezüglich der LastGen-Konsolen erheblich unterschätzt haben.


    Aha, wir Käufer sind also schuld das wir Spiele in einem so schlechten Zustand bekommen? Die "Ausrede" (keine Ahnung wo das mal herkam, ursprünglich) habe ich auch noch bei keinem anderen Produkt gehört, ihr? :holmes53:

    Dass du das bei anderen Produkten nicht findest, spricht doch eigentlich genau für diese These. In den allermeisten Fällen jenseits von Games kauft man Dinge anscheinend erst, nachdem sie erschienen, checkt Produkttests und Reviews und schickt den Scheiß trotzdem zurück, wenn er nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Bei Games habe ich das Gefühl, dass da gerne die Katze im Sack gekauft wird, um anschließend bestenfalls einen negativen Review zu schreiben und den Müll trotzdem zu behalten. Davon abgesehen findet sich ähnliches aber auch in anderen Bereichen, da kann man sich z.B. wiederkehrend die Auswahl für die Mogelpackung des Jahres anschauen. Da kommt bei kleineren Inhaltsmengen oder verbilligenden Inhaltsstoffen wie z.B. Aroma statt Original gerne das Argument "Die Kunden möchten das so." und tatsächlich, der Blödsinn wird weiter gekauft.

    Das ist schon irgendwie beeindruckend, gewinnt Union heute gegen Augsburg (wohl nicht gerade unwahrscheinlich) und gelingt gleichzeitig Wolfsburg kein Sieg in Leverkusen (auch nicht gerade unwahrscheinlich), stehen die Eisernen auf Rang 4 ...:woow45:

    Es sollte sich halt allgemein ändern, das Spiele in einem so schlechten Zustand erscheinen! Das ist halt einfach kacke, aber ich habe damit gerechnet, weil es ja gang und gäbe ist....

    Solange "wir" Spiele in diesem Zustand kaufen bzw trotz des entsprechenden Risikos auch noch vorbestellen, wird sich daran wohl kaum was ändern.


    Ich möchte dann auch noch was zu diesem Investorenbashing anmerken. Das ist imho mehr oder weniger eine Legende. Wenn man sich ein wenig bei CD Projekt einliest, stellt man fest:

    • CD Projekt gehört zu 23,62% aktuellen Vorstandsmitgliedern.
    • Weitere 9,94% gehören einem Mitbegründer und Bruder eines Vorstandsmitglieds.
    • Der Rest ist Streubesitz, keinem einzigen Anteilseigner gehören dabei mehr als 4,54%, es sind da auch keine Investorengruppen erkennbar, die über eine Sperrminorität von 25,1% oder mehr verfügen, mit der man den Vorstand zu irgendetwas zwingen könnte.
    • Zwischen Dezember 2016 und Dezember 2020 hat CD Projekt insgesamt rund 4,8Mio neue Aktien ausgegeben, das entspricht einem Anteil von rund 4,8% an der gesamten Marktkapitalisierung. Selbst wenn man die Käufer dieser Aktien komplett als "Investoren" bezeichnen möchte, die gezielt in das Produkt Cyberpunk 2077 investieren wollten, ist deren Einfluss erst recht viel zu gering, um den Vorstand zu irgendetwas zwingen zu können.
    • Von diesen 4.8Mio neuen Aktien wurder 4.5Mio am 04.12.2020 ausgegeben, zu einem Zeitpunkt also, als der Veröffentlichungstermin von CP schon feststand.
    • Schaut man sich eine Aktienanalyse von Ende November 2020 an, so sollte selbst einem durchschnittlich intelligentem Menschen klar gewesen sein, dass er damit kein unbeträchtliches Risiko eingeht.

    Aus all dem kann man eigentlich nur schließen, dass das Debakel in aller erster Linie vom Vorstand zu verantworten ist, der sich zudem damit selber gigantisch in Knie geschossen hat, da man (nimmt man den ausgeschiedenen Mitbegründer hinzu) mal eben rund €1,5Mrd eigenens Vermögen vernichtet hat. Zudem sind mMn weder Investorenbashing (die hatten zuwenig Einfluss) noch Investorenklagen (das waren entweder Dumme, Aktien-Zocker oder beides) gerechtfertigt.

    CL? Ihr spinnt doch :pillepalle: :D

    Hmm, wenn man sich so das Ergebnis von gestern anschaut, mal einen Blick auf die Tabelle wirft, alt genug ist, um sich an die Saison 96/97 zu erinnern und daher zu wissen, dass auch mal was besonderes passieren kann ... wieso sind wir pillepalle, als Deutscher Meister ist man doch für die CL qualifiziert, oder nicht?


    :hmm:

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    :pfeiffen645:

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    :D

    Aber perfekt wird es erst sein, wenn - wie z. Bsp. in sozialen Netzwerken - nur fragmentarische Halbsätze ohne Groß- und Kleinschreibung und nicht verwendeten Satzzeichen das Ergebnis sind. 8o

    Na, so ist das aber auch kein perfektes Deutsch. Sicher, das genannte bildet die Basis, aber da müssen dann noch ein paar unverständliche Abkürzungen und aus anderen Sprachen adaptierte Wörter eingeflochten werden. Außerdem ist es zwingend erforderlich, dass gegen Ende des Textes alle bis dahin weggelassenen Ruf- und Fragezeichen gebündelt aufgeführt werden und im Tagesdurchschnitt jedes Smiley mindestens einmal auftaucht. Deutsch war halt schon immer eine schwere Sprache und das wird es auch bleiben ^^

    Good bye Gerry, auch auf deinem letzten Weg werden dich sicher viele Menschen begleiten, denn

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    Im Vorfeld von Cyberpunk 2077 wurde viel diskutiert, welche Filme und Spiele denn eine gute Einstimmung auf das meisterwartete Spiel des Jahres liefern könnten. Eines dieser Spiele war >Observer_, viel gelobt für sein Storytelling und seine Atmosphäre, und endlich bin ich dazu gekommen, dieses Spiel ebenfalls durchzuspielen, nur um dann doch einigermaßen enttäuscht zu sein. Warum?


    Zunächst ein Überblick zur kurzen Einführung:

    Man spielt einen Konzern-Cop im Jahre 2084, der einen Anruf vom lange vermissten Sohn erhält und macht sich auf den Weg zu einem heruntergekommenen Wohnblock. Kaum ist man drin, wird dieser Wohnblock automatisch abgeriegelt, was wohl immer mal wieder vorkommt, da es einen Virus gibt, der Augmentations befällt, manchmal aber auch einfach eine Fehlfunktion des Systems darstellt. In diesem Haus findet man dann Sohnemann tot vor und macht sich auf die Suche nach dem Mörder.


    Für mich findet das Spiel einfach in allen Bereichen nicht das richtige Maß:

    • In Sachen Atmosphäre wird furchtbar übertrieben. Nichts gegen flackernde Lichter, nichts gegen den ein oder anderen Liter Blut, nichts gegen eine vermüllte Dystopie, aber hier ist einfach zuviel von allem. Keine Wohnung, die nicht völlig zugemüllt und verdreckt ist, kein Labor, wo nicht Tonnen von Kabeln liegen, keine Praxis, in der nicht überall Blut verschmiert ist. Sorry, das ist für mich weder Horror, noch Dystopie, noch Atmosphäre, das ist einfach nur dumm.
    • In Sachen Story bleibt das Spiel imho an der Oberfläche. Man erfährt zwar, warum der Mörder zu dem wurde, was er ist, aber dabei wird nicht der Weg dorthin nachgezeichnet, es ist ein Kindheit => Mörder in zwei oder drei einfachen Schritten. Gleiches gilt für den Sohn, man erfährt, warum er sich einst vom Vater verabschiedet hat, aber die Gründe für das, was er in der Zwischenzeit gemacht hat, werden bestenfalls angekratzt.
    • In Sachen Gameplay ist es dann das Gegenteil von dem, was ich zur Atmosphäre schrieb. Letztendlich ist es deutlich zu wenig. Mit seinen Augmentations hat man drei besondere Ermittlungsmethoden. Erstens kann man per Elektrosicht technische Geräte wie Computer und Augmentations aufspüren und analysieren, zweitens kann man mit einer Biosicht Dinge biologische Spuren sowie lebende Materie aufspüren und analysieren und drittens kann man sich mit dem Neurochip eines anderen Menschen verkabeln und so in sein Gehirn eindringen. Leider macht das Spiel daraus viel zu wenig. Mit den ersten beiden Features sammelt man an verschiedenen Tatorten Hinweise, mit dem dritten maschiert man zumeist linear durch die oftmals kryptischen Erinnerungen des Opfers, um am Ende vielleicht mehr oder weniger deutlich zu erkennen, was in den entscheidenden letzten Momenten passiert ist. Das war es aber auch schon, man muss nichts entschlüsseln, man muss nichts kombinieren, man muss nur zur Kenntnis nehmen.
    • Auch wenn ca die Hälfte der Wohnungen des komplexes leerstehen, gibt es eine Vielzahl von Bewohnern, mit denen man sich unterhalten kann und da kommen auch eine ganze Zahl interessanter, kleiner Geschichten hervor. Leider finden diese Gespräche (mit Ausnahme des Hausmeisters) ausschließlich über Gegensprechanlage statt und mehr als eine Geschichte gibt es auch nicht, nur ein einziges mal gibt es sowas wie eine Entscheidung mit einer Minimalkonsequenz.

    Fazit:

    >Observer_ ist beileibe kein schlechtes Spiel, aber es findet halt in keinem Bereich das richtige Maß. Von daher gebe ich dem Ganzen lediglich

    3/5


    PS: Die Sprecher im Deutschen sind gut.

    Erfüllt denn die alte Försterei die Stadionkriterien für Europa? Nicht, dass Union nachher im ... ich will's hier nicht aussprechen ... spielen muss :bäh045535.

    sorry, wenn ich das so sage, aber ich spiele ja auch kein sekiro und wunder mich dann, dass ich es nicht schaffe.

    Sekiro, das mit dem Tag "souls-like" und dem Genre Action-Adventure zugeordnet, scheint mir kein passender Vergleich ;)


    Mir ist ja auch egal, wie es gelöst wird, vielleicht auch weniger EP für alles?

    Das meinte ich mit Levelgeschwindigkeit, ja, das wäre imho passender als ein mitlevelnder Boss.

    Gegnerstärke ist immer so eine Sache. Klar, einerseits ist ein gewisses Maß an Herausforderung wünschenswert, aber ein einfaches Mitleveln wird das Problem nicht lösen. Das Video über das Hacking-Build impliziert ja schon, das Level 22 nicht gleich Level 22 ist. Und wenn du dann so gelevelt hast, dass du mit Level 22 nicht mit einem Gegner klarkommst und dann diverse weitere Stunden in deinen Char steckst, nur um festzustellen, dass du mit Level 38 immer noch nicht mit dem Gegner klarkommst, weil der in gleichem Maße besser geworden ist, dann dürfte das dem Spielspaß genauso abträglich sein. Von daher sehe ich eher andere Stellschrauben wie Einstellungen des allgemeinen Schwierigkeitsgrades, Levelgeschwindigkeit des eigenen Charakters u.ä.

    So, nachdem ich es irgendwie immer verschoben habe, habe ich nun die Zeit gefunden, das Spiel durchzuspielen. In weiten Teilen verbreitet es wirklich eine intensive Stimmung und einige Moment sind wirklich Gänsehaut. Dennoch hat es sich für mich auch zwei fette Minuspunkte eingehandelt:

    • Das eine sind die Schlachlevel, durch die es zumeist nur einen Weg gibt. Das wäre vielleicht noch erträglich, würden nicht zugleich oftmals auch die anzuwendenden Methode quasi vorgeschrieben. Die Gedanken gingen dann eher in die Richtung "Was will der Spieledesigner hier von mir?" und nicht in die Richtung "Wie löse ich dieses Problem?". Beispielhaft dafür ist z.B., dass man, selbst wenn man mit zwei oder mehr Leuten unterwegs ist, Fackeln an Kletterkanten zurücklassen muss. Zudem kommt hier dazu, dass ich gefühlt die meisten Tode, die mein Char gestorben ist, weniger meiner (durchaus nicht sonderlich kompetenten) Spielweise zuordne, sondern mehr den etwas actionlastigeren Passagen, bei denen man schon einen gewissen Trial&Error-Faktor hatte.
    • Das andere sind Abschnitte, in denen das Ganze zu sehr ins surreale abdriftet und man selber eigentlich nur noch recht hilflos mit der Story mitstolpert.

    Beides zusammen führte dann dazu, dass ich stellenweise genervt statt gut unterhalten und herausgefordert war. Daher von mir nur ein "gut" für dieses Spiel.